BZO-Auflage geht in zweite Runde

Die neue Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Luzern wird im Mai zum zweiten Mal öffentlich aufgelegt. Unter anderem wurde die Tourismuszone neu geregelt und die maximale Fassadenhöhe für den Hochhausstandort Seeburg reduziert.

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Die zweite Auflage der BZO bringt Änderungen für die Tourismuszone. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Die zweite Auflage der BZO bringt Änderungen für die Tourismuszone. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Luzern wurde im Herbst 2011 zum ersten Mal öffentlich aufgelegt. Insgesamt sind damals 226 Einsprachen bei der Stadt eingegangen. Während der anschliessenden Verhandlungen wurden einige Einsprachen abgewiesen, viele konnten laut Mitteilung der Stadt Luzern vom Dienstag aber gütlich geregelt werden. Dies habe aber zu Änderungen im Bau- und Zonenreglement und in den Teilzonenplänen geführt, welche nun ein zweites Einspracheverfahren nötig machen. Diese zweite öffentliche Auflage dauert vom 30. April bis 29. Mai.

Hotels: 20 Prozent für Wohnen und Arbeiten

Gegenüber der ersten Auflage wurde die Tourismuszone neu geregelt. Die Luzerner Hoteliers hatten sich gegen die Einführung einer solchen Zone gewehrt, worauf eine Taskforce eingesetzt wurde. Mit der Tourismuszone für die Hotels Schweizerhof, Palace, National, Europe, Montana, Hermitage, Seeburg und Gütsch will die Stadt sicherstellen, dass diese Hotelanlagen – welche das Image und das Ortsbild von Luzern prägen und für den Tourismus wichtig sind – erhalten bleiben. Die Taskforce hat sich darauf geeinigt, dass die Hotels in der Tourismuszone zwanzig Prozent der Fläche für Wohn- und Arbeitsnutzungen verwenden können. Weitere solche Nutzungen sind nur möglich, wenn sie den touristischen Zweck sichern oder optimieren.

Hochhaus Seeburg maximal 40 Meter hoch

Der Stadtrat will an den vier Hochhausstandorten Steghof, Bundesplatz, Pilatusplatz und Seeburg festhalten. Die maximale Fassadenhöhefür den Hochhausstandort Seeburg wurde aber von 45 auf 40 Meter reduziert.

Auch die minimalen Wohn- und Arbeitsanteile in der Wohn- und Arbeitszone wurden angepasst. Insgesamt wurde der Wohnanteildadurch leicht erhöht. Darüber hinaus wurden Dichtebestimmungen (Überbauungsziffer, Fassadenhöhe, Vollgeschosse), Baulinien und Zonenzuteilungen angepasst sowie für einzelne Gebiete die Gestaltungsplanpflicht aufgehoben.

Die Abgrenzungen der Naturschutzzonen in der Trottlibuchtund beim Segelbootshafen Tribschenhorn wurden angepasst. In der Trottlibucht erfolgte die Anpassung, um die Kursschifffahrt nicht zu behindern. Zwischen dem Segelbootshafen und dem Tribschenhorn wird die als ökologische Ersatzmassnahme ausgeschiedene Fläche übernommen, wie sie bei der Genehmigung des Hafenprojekts festgelegt wurde. Diese Schutzzone ist neu zu beurteilen, wenn der Bundesgerichtsentscheid zum Segelbootshafen vorliegt.

Volksabstimmung im Frühling 2013

Informationen zu den Änderungen und die 14 Teilzonenpläne können im Stadthaus oder auf der entsprechenden Online-Plattform eingesehen werden. Zudem haben alle Haushaltungen und Grundeigentümer eine Broschüre mit den Änderungen erhalten.

Nach der zweiten Auflage legt der Stadtrat die revidierte BZO – voraussichtlich im August 2012 – dem Grossen Stadtrat vor. Dieser werde beantragen, die BZO freiwillig dem obligatorischen Referendum zu unterstellen, damit voraussichtlich im Frühling 2013 eine Volksabstimmung durchgeführt werden kann. Wird die revidierte BZO gutgeheissen, wird sie anschliessend dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt.

pd/bep