Calida mit höchstem Gewinn seit Börsengang

Calida, Herstellerin von Unterwäsche, Pyjamas und Bademode mit Sitz in Sursee, hat im letzten Jahr den höchsten Gewinn seit dem Börsengang 1987 eingefahren. Unter dem Strich verdiente Calida 20,9 Millionen Franken

Drucken
Teilen
Produktionsabteilung in der Calida Sursee. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Produktionsabteilung in der Calida Sursee. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Im Vorjahr hatte Calida wegen der Probleme bei der französischen Luxuslingerie-Marke Aubade einen Verlust von 39 Mio. Fr. erlitten. Calida musste ein Werk von Aubade schliessen und 100 Stellen in Frankreich streichen, was einen Abschreiber von rund 60 Millionen Franken verursachte.

Nun sei die Trendwende bei Aubade geschafft, schreibt Calida in der Mitteilung vom Freitag. Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns stieg von -39,4 Millionen auf +24,6 Millionen Franken. Wenn der Abschreiber im Vorjahr ausgeklammert wird, erhöhte sich der EBIT um 17,7 Prozent.

Der Umsatz stieg, wie bereits seit Januar bekannt, von 213 Millionen auf 213,3 Millionen Franken. Die Stagnation ist auf den starken Franken zurückzuführen, in Landeswährungen gerechnet betrug das Umsatzwachstum 5,8 Prozent.

Das Unternehmen habe in den Kernmärkten Schweiz, Deutschland und Frankreich Marktanteile gewonnen, hiess es. Die Aktionäre sollen vom guten Geschäftsgang profitieren. Calida will 16 Fr. pro Aktie ausschütten, was doppelt so viel ist wie im Vorjahr.

Zudem schlägt das Unternehmen einen Aktiensplit im Verhältnis von 1:20 vor, um die Handelbarkeit der Aktien zu erhöhen. Im laufenden Jahr erwartet Calida ein moderates Wachstum der beiden Marken Calida und Aubade.

sda