Calida wegen Betriebskosten mit Gewinnrückgang

Beim Wäschehersteller Calida ist der Semestergewinn deutlich gesunken. Die Kosten für die 24 neuen eigenen Boutiquen und für Akquisitionen liessen das Unternehmensergebnis gegenüber der Vorjahresperiode um 37 Prozent auf 5,5 Millionen Franken schrumpfen.

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Calida-CEO Felix Sulzberger. (Bild: Keystone)

Calida-CEO Felix Sulzberger. (Bild: Keystone)

Insbesondere Abschreibungen, aber auch die Betriebskosten, der 2011 eröffneten Läden, schlugen in der Berichtsperiode voll zu Buche, wie Calida am Freitag mitteilte. Die Investitionen in die Läden wurden auf 10,2 Mio. Fr. beziffert. Zudem verbuchte Calida für Akquisitionen einmalige Kosten von rund 1 Mio. Franken. «Unser Detailhandelskonzept ist profitabel und erlaubt gezieltes Wachstum in Märkten mit Potential», wird Calida-Chef Felix Sulzberger in der Mitteilung zitiert. Calida will insbesondere in Asien wachsen.

Brutto sank der Umsatz im ersten Halbjahr 2012 trotz der Expansion währungsbedingt um 0,7 Prozent auf 93,9 Mio. Franken. In Lokalwährungen erzielte Calida hingegen ein Plus um 3,0 Prozent. Erneut konnten beide Marken währungsbereinigt zulegen: Calida mit 0,4 Prozent allerdings deutlich schwächer als Aubade mit 7,6 Prozent. Wachstumstreiber war bei beiden Marken erneut das Retailgeschäft, während der traditionelle Vertrieb über den Fachhandel und die Warenhäuser unter Druck blieb, wie es hiess.

Für das Gesamtjahr 2012 bleibe der Ausblick angesichts der Marktentwicklung verhalten. Während der Umsatz auf währungsbereinigter Basis stabil bleiben dürfte, werde das Ergebnis dank Massnahmen auf der Kostenseite sowie bei der Beschaffungsplanung solide ausfallen.

sda