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CAMPUS HORW: Ausbau der Hochschule: Kanton rechnet dank AG mit Geldsegen

Für die Pädagogische Hochschule ist die Verlegung von Luzern nach Horw ein «Befreiungsschlag». Auch für die klamme Kantonskasse kann die teilweise Fremdfinanzierung des Neubaus befreiend wirken – es winkt eine Gewinnbeteiligung.
René Meier
Blick auf das Areal der Hochschule Luzern – Technik & Architektur. (Bild: Dominik Wunderli (Horw, 10. März 2016))

Blick auf das Areal der Hochschule Luzern – Technik & Architektur. (Bild: Dominik Wunderli (Horw, 10. März 2016))

René Meier

rene.meier@luzernerzeitung.ch

Die Hochschule Luzern – Architektur & Technik in Horw wird saniert und ausgebaut. Zudem zieht die Pädagogische Hochschule Luzern (PH) 2026 auf den Campus. Kostenpunkt: 333 Millionen Franken.

Für Hans-Rudolf Schärer, Rektor der PH Luzern, ist die Konzentration auf einen einzigen Standort in Horw ein «Befreiungsschlag». Der Zusammenzug von zehn Standorten habe den grossen Vorteil, dass sich die PH als Institution kompakt entwickeln kann und Synergien mit dem Departement Architektur & Technik geschaffen werden können. Die PH habe in der Vergangenheit oft die Rolle des Lückenbüssers einnehmen müssen, weil sie Gebäude von anderen Institutionen übernehmen musste. «Die Perspektive, dereinst ein eigenes, zentrales Gebäude in Horw zu erhalten, verringert den Leidensdruck», sagt Schärer. Die PH habe mit fehlenden Räumen und steigenden Studentenzahlen zu kämpfen. Bereits 2019 kann die Not weiter gelindert werden: Dann übernimmt sie in der Sentimatt Räume von der Hochschule Luzern – Design & Kunst, welche in die Viscose nach Emmen zügelt (Ausgabe vom 1. Oktober 2016).

Kantonsbaumeister: «Räume stehen der Uni zu»

Wenn die PH die Stadt Luzern 2026 verlässt, gibt dies freie Räume, vor allem bei der Universität, welche heute das Gebäude mit der PH teilt. «Die Universität möchte die Räume gerne selber nutzen», sagt Lukas Portmann, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Uni. Grund: Die Studentenzahlen steigen in den nächsten Jahren weiter an. Die Uni benötige deshalb weitere Unterrichtsräume und Büros. Schon heute muss sie externe Räume für 30 Mitarbeiter am Inseliquai zumieten.

Kantonsbaumeister Hans-Urs Baumann stützt den Wunsch der Universität: «Sofern ein Raumbedarf nachgewiesen wird, stehen der Uni freiwerdende Räume prioritär zur Verfügung.» Sollte sich abzeichnen, dass ab 2026 Räume nicht benötigt werden, vermiete der Kanton diese an andere Schulen.

Bei der Finanzierung des Projekts beim Campus Horw will der Kanton eine Immobilien-AG gründen. Als Sacheinlage erhält diese die Gebäude und die Grundstücke auf dem Campus Horw. Sie haben einen Wert von rund 63 Millionen Franken. Das entspricht dem Startkapital der Immobilien-AG. Der Betrag setzt sich zusammen aus dem Wert der Immobilien (50 Millionen Franken) und dem Wert des Grundstücks (13 Millionen Franken). «Mit diesem Eigenkapital kann die Immobilien-AG auf dem Markt weiteres Kapital beschaffen und den Ausbau und die Sanierung der bestehenden Bauten auf dem Campus Horw finanzieren», sagt Baumann. Die AG ist somit Eigentümerin der Liegenschaften und wird als Vermieterin die Gebäude bewirtschaften und den nötigen Umsatz generieren.

Die Vorteile würden auf der Hand liegen. Die AG schliesst mit den Hochschulen und Drittnutzern Verträge ab mit Laufzeiten bis zu 25 Jahren. «Diese langfristige Ertragssicherheit und Bonität der Mieter ist für die Geldgeber sehr attraktiv», so Baumann.

Grundstück eingezont – Bebauungsplan nötig

Dieser Kniff – oder wie es der Kantonsbaumeister formuliert: «eine gute Idee» – belaste den Kanton nicht. «Wenn der Kanton selber bauen würde, müsste das Projekt zudem in einen längeren politischen Prozess gebracht werden.» Weil die Einlage in die Immobilien-AG den Betrag von 25 Millionen Franken überschreitet, wird das Volk voraussichtlich Ende 2018 Stellung beziehen können. Vorher kommt das Geschäft ins Parlament. Läuft es der Gesellschaft gut, hat auch der Kanton etwas davon, denn er kann sich am Gewinn beteiligen. Wie viel dies sein könnte, kann Baumann noch nicht beziffern.

Die Fläche auf dem Campus, welche rund zwölf Fussballfeldern entspricht, gehört dem Kanton und ist ein «Grundstück öffentlicher Zwecke». Das Land sei eingezont, notwendig sei aber ein Bebauungsplan, sagt der Horwer Gemeindepräsident Ruedi Burkard. Vom Ausbau nicht betroffen ist das nördlich des «Tech» gelegene Areal der ehemaligen Ziegelei, welche eigene Pläne verfolgt.

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