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Cannabis-Schnelltest: Jetzt zieht auch Luzern nach

Jedes Patrouillenfahrzeug der Luzerner Polizei ist neu mit einem Cannabis-Schnelltest ausgestattet. Dieser Test ermöglicht innerhalb von zwei Minuten die Unterscheidung zwischen legaler und illegaler Substanz.
Yasmin Kunz
Mit einem Schnelltest können nun auch Luzerner Polizisten innerhalb von zwei Minuten prüfen, ob das sichergestellte Cannabis legal oder illegal ist. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

Mit einem Schnelltest können nun auch Luzerner Polizisten innerhalb von zwei Minuten prüfen, ob das sichergestellte Cannabis legal oder illegal ist. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

Zürich und Zug sind die Vorreiter: Schon seit einigen Monaten sind die Polizisten dort mit einem CBD-Schnelltest ausgerüstet. Seit dem 1. Juni ist dieser Test nun auch im Kanton Luzern im Einsatz, wie Polizeisprecher Urs Wigger auf Anfrage bestätigt.

Wie oft die Luzerner Polizei bis anhin von diesem CBD-Test Gebrauch gemacht hat, wird statistisch nicht erfasst, wie Wigger sagt.

Die Vorteile: Der CBD-Test ist handlich, passt in jeden Hosensack und kostet nur wenige Franken – im Gegensatz zu teuren Laboruntersuchungen. Bei der Luzerner Polizei werden die Schnelltests in jedem Patrouillenfahrzeug mitgeführt.

Dieser Test, entwickelt vom forensischen Institut Zürich, unterscheidet innerhalb von zwei Minuten, ob es sich bei einem Cannabisprodukt um die legale oder illegale Art von Hanf handelt. Legal ist der sogenannte CBD-Hanf, der einen THC-Wert von weniger als einem Prozent aufweist. Den findet man unter anderem in Rohstoffen wie Hanfblüten oder Hanfpulver und verarbeiteten Produkten wie Extrakten in Form von Ölen oder Pasten, wie das Bundesamt für Gesundheit auf seiner Webseite schreibt.

Mit dem Aufkommen solcher CBD-Produkten standen sämtliche Polizeikorps vor einer neuen Herausforderung. Denn: Das straffreie CBD und das strafbare Cannabis lassen sich von blossem Auge nicht unterscheiden. Sie sehen identisch aus und riechen gleich. Um also allfällige Rechtswidrigkeiten festzustellen, mussten die Produkte bis dato aufwändig im Labor analysiert werden.

Rot ist legal, blau illegal

Beim Schnelltest wird der Hanf in einen kleinen Beutel gepackt. Darin befinden sich zwei kleine Glasampullen mit je einer chemischen Flüssigkeit. Anschliessend zerdrückt man die beiden Ampullen, damit die Chemikalien sich verbinden. Färbt sich die Flüssigkeit rot, handelt es sich um nicht strafbaren CBD-Hanf. THC-haltiger Hanf hingegen wird beim Test blau.

Die Farbe der Flüssigkeit zeigt an, ob das Cannabis legal oder illegal ist. (Bild: PD)

Die Farbe der Flüssigkeit zeigt an, ob das Cannabis legal oder illegal ist. (Bild: PD)

Der Besitz von unter 10 Gramm Cannabis unterliegt gemäss Betäubungsmittelgesetz einer Ordnungsbusse von 100 Franken. Handelt es sich um grössere Mengen, erfolgt eine Anzeige durch die zuständige Strafbehörde . Minderjährige, die Cannabis besitzen oder konsumieren, werden zudem angezeigt. Das sichergestellte Cannabis wird in jedem Fall von der Polizei eingezogen und vernichtet.

Hanf, Cannabis, Haschisch

In der Hanfpflanze finden sich über 80 Cannabinoide und über 400 andere Wirkstoffe. Die wichtigsten Cannabinoide sind das berauschende Tetrahydrocannabinol (THC) und das nicht berauschende Cannabidiol (CBD). CBD-Produkte gewinnen an Bedeutung, weil ihnen positive gesundheitliche Effekte nachgesagt werden. Die medizinische Wirkung von CBD ist derzeit jedoch erst ungenügend erforscht, wie das Bundesamt für Gesundheit schreibt. Als Marihuana oder Gras bezeichnet man die getrockneten Blüten der Hanfpflanze. Cannabisharz, das sogenannte Haschisch, darf nicht verkauft werden, selbst wenn diese Produkte einen THC-Gehalt von weniger als einem Prozent aufweisen.

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