Caritas baut 10 Stellen im Asylbereich ab

Der Bund hat dem Kanton Luzern in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres weniger Asylbewerber zugeteilt als im Vorjahr. Für die Caritas hat dies Konsequenzen: Sie muss Stellen abbauen.

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Das zurzeit einzige fixe Asylzentrum im Kanton Luzern steht im Sonnenhof in Emmenbrücke. Betrieben wird es von der Caritas. (Bild: Archiv Pius Amrein / Neue LZ)

Das zurzeit einzige fixe Asylzentrum im Kanton Luzern steht im Sonnenhof in Emmenbrücke. Betrieben wird es von der Caritas. (Bild: Archiv Pius Amrein / Neue LZ)

Nachdem im vergangenen Jahr die Zahl der Asylbewerber, die dem Kanton Luzern zugewiesenen wurden, stark angestiegen war, sind in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres nur wenige Asylbewerber dem Kanton Luzern zugeteilt worden.

Die Caritas Luzern, die im Auftrag des Kantons für die Unterbringung und Betreuung zuständig ist, muss deshalb Stellen im Asylbereich abbauen, wie sie am Mittwoch mitteilt. Betroffen sind 10 Mitarbeiter. Für sie tritt ein Sozialplan in Kraft.

Das habe einerseits mit den Bewegungen auf Bundesebene zu tun, andererseits mit den Bundeszentren auf Luzerner Boden, die dem Kanton Luzern bei den Zuweisungen angerechnet werden, begründet die Caritas den Entscheid.

«Wir bedauern diesen Entscheid und sind bemüht, die im Asylbereich vorkommenden Schwankungen aufzufangen und ohne Kündigungen auszusprechen. In der aktuellen Situation ist jedoch ein Abbau unvermeidlich», schreibt die Caritas weiter.

Geschäftsleiter Thomas Thali sagte auf Anfrage, dass 43 Personen im Bereich Zentren und Aussenstationen tätig seien. Im Sommer 2012 hatte der Bund pro Monat 120 Asylsuchende dem Kanton Luzern zugewiesen. Die Zahl ging darauf zurück, im Februar kamen nach Angaben der Caritas noch 36 neue Asylbewerber in den Kanton Luzern. Der Bestand der von der Caritas im Auftrag des Kantons betreuten neu zugewiesenen Personen sank von 430 auf 250.

pd/rem/sda