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Casa d'Italia in Luzern wurde verkauft

Der italienische Staat hat das Grundstück in Luzern, auf dem das Gebäude der Casa d'Italia steht, an eine Immobilienfirma in Meggen verkauft. Die Genossenschaft Casa d'Italia ist enttäuscht.
Hugo Bischof
Die Casa d'Italia an der Obergrundstrasse 92 in Luzern. Bild Ippazio Calabrese

Die Casa d'Italia an der Obergrundstrasse 92 in Luzern. Bild Ippazio Calabrese

Die Liegenschaft Obergrundstrasse 92 in Luzern, auf der sich die Casa d'Italia befindet, hat einen neuen Besitzer. Es handelt sich dabei um die in Meggen domizilierte Poli Immobilien AG. Sie hat die Liegenschaft dem italienischen Staat, dem bisherigen Besitzer, für 3,75 Millionen Franken abgekauft. Das ist der Website des italienischen Generalkonsulats in Zürich zu entnehmen.

Mindestangebot betrug 3,39 Millionen Franken

Die Liegenschaft wurde vom italienischen Staat versteigert und dem Meistbietenden verkauft. Das Mindestangebot betrug 3,39 Millionen Franken. Die Poli Immobilien AG hat dieses Angebot somit um 360'000 Franken überboten.

Enttäuscht über den Verkauf ist die Genossenschaft Casa d’Italia Lucerna. Sie wollte das Grundstück ebenfalls erwerben. Allerdings beteiligte sich die Genossenschaft nicht an der Versteigerung. Sie hatte gemäss Vorstandsmitglied Ippazio Calabrese dem italienischen Staat zuvor ein Angebot unterbreitet. «Leider ist der italienische Staat auf dieses Angebot nicht eingegangen», sagt Calabrese.

Versammlungsort für Italiener

Der italienische Staat hatte die Liegenschaft an der Obergrundstrasse 92 in Luzern in den 1930er Jahren erworben, um dort ein Konsulat einzurichten. Jahrzehntelang war die Casa d’Italia ein Versammlungsort für Italiener der ersten und zweiten Generation; zudem befanden sich hier die Bibliothek und der Kulturverein Dante Alighieri, Teile der Università popolare Unitre Luzern sowie die Kindertagesstätte Asilo Italiano. Allen Mietern wurde per Ende 2016 gekündigt.

Die Genossenschaft wollte das Haus kaufen, um es als Erbe der italienischen Immigranten zu bewahren – «unter Ausschluss jeder spekulativen Absicht», heisst es in den Statuten der Genossenschaft. Neben der Förderung der italienischen Kultur sollte die Casa d’Italia Lucerna zu einem «offenen, gastfreundlichen und von Solidarität geprägten Treffpunkt für die ganze Bevölkerung werden».

Entstehen Wohnungen?

Die künftige Nutzung der Liegenschaft «Casa d'Italia» ist noch offen. «Eine Option ist, dass wir unseren Unternehmens-Sitz hierher verlegen werden», sagt Franz Glanzmann, Verwaltungsratspräsident und Mitbesitzer der zurzeit in Meggen domizilierten Poli Immobilien AG. Denkbar ist auch, dass hier Wohnungen entstehen werden. Klar ist, dass es beim Gebäude einigen Renovationsbedarf gibt. Bei der Genossenschaft Casa d'Italia hofft man noch immer, dass hier zumindest teilweise die Erinnerung an das italienische Erbe wachgehalten werden kann, eventuell in Form eines kleinen Museums.

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