CHAT: Handyflut: Lehrplan hinkt hinterher

Der Handygebrauch ist in den letzten Jahren massiv angestiegen – auch bei Schülern. Der Umgang mit den Geräten ist aber erst im künftigen Lehrplan genug gewichtet.

Matthias Stadler
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Gestellte Szene auf einem Pausenplatz in Sempach. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Gestellte Szene auf einem Pausenplatz in Sempach. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Handys sind an vielen Schulen im Kanton Luzern verboten. Dies, weil sie die Schüler oft ablenken. Mittlerweile haben 96 Prozent der Jugendlichen ein Mobiltelefon. Im Unterricht wird die Problematik zwar von den Lehrern angesprochen, ein einheitliches Vorgehen gibt es allerdings nicht.

Eine Ergänzung zum Luzerner Lehrplan sieht vor, den Umgang mit Handys zu thematisieren. Da diese jedoch elf jährig ist, ist sie kaum mehr aktuell: «Wenn man den Plan anschaut, stehen einem die Haare zu Berge. Die technische Entwicklung ist so rasant. Die Schule muss Wege finden, damit zeitgemäss umzugehen», sagt Kurt Schöbi von der Pädagogischen Hochschule Luzern.

Der Lehrplan 21 soll nun Abhilfe schaffen. Mit diesem könne man die Handyproblematik beispielsweise in einer Projektwoche thematisieren.

Handyverbot an Schulen?

Ist ein Handyverbot in der Schule der richtige Weg? Hat das Handy im Schulalltag keinen Platz? Sollen sogar alle Handys auf dem Pausenplatz verboten werden? Loggen Sie sich ein und diskutieren Sie mit in unserem Forum auf www.luzernerzeitung.ch/forum. Sagen Sie uns gleich unten im Kommentarfeld Ihre Meinung.