Cheerstrasse: Magere Solidarität

Robert Knobel über die Beteiligung in der Cheerstrassen-Frage.

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Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region.

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region.

Jeder zwanzigste Stimmzettel zur Cheerstrassen-Frage wurde leer eingelegt. Und in Littau, wo man seit Jahren auf die neue Strasse hofft, ging nicht einmal jeder Dritte an die Urne. Die traditionell sehr tiefe Stimmbeteiligung im neuen Stadtteil konnte durch die Direktbetroffenheit kaum gesteigert werden. Um ein Haar wäre der Littauer Volkswillen von 2009 durch die Stadtluzerner Mehrheit gekippt worden. 

Es wurde oft von Solidarität gegenüber dem damaligen Entscheid gesprochen. Im alten Stadtgebiet zählte dieses Argument offenbar nicht. Auch die Littauer selber machten nicht den Eindruck, als läge ihnen viel am Thema Cheerstrasse. Das knappe Resultat respektiert zumindest den Willen derjenigen Littauer, die gestern abstimmen gingen – und deutlich Ja sagten. Littau ist also mit einem blauen Auge davongekommen. 
 

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region

robert.knobel@luzernerzeitung.ch