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CHEERSTRASSE: «Verkehrsprobleme sollen nicht nur verlagert werden»

Ein Komitee bekämpft das Ausbauprojekt im Luzerner Stadtteil Littau. Darin sind nicht nur linke Parteien vertreten.
Hier soll die neue Cheerstrasse durchführen. Die Gleisunterführung steht schon, ist aber noch ungenutzt. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 5. Mai 2017))

Hier soll die neue Cheerstrasse durchführen. Die Gleisunterführung steht schon, ist aber noch ungenutzt. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 5. Mai 2017))

Rund 20 Millionen Franken will die Stadt Luzern in Littau in eine Strasse investieren. Mit diesem Geld soll die heute überlastete Cheerstrasse ausgebaut werden. Nun hat das gegnerische Komitee seine Kampagne lanciert. Es besteht aus einer Allianz von SP, Grünen, Grünliberalen, den Verbänden VCS, Umverkehr und Ärzte für den Umweltschutz.

Das Komitee weist in einer Mitteilung darauf hin, dass die Abstimmungsfrage in die Irre führen könne. Denn am 24. September stimmen die Stadtluzerner über einen Zusatzkredit von 4,8 Millionen Franken ab, die effektiven Projektkosten liegen aber deutlich höher. «Am 24. September hat es das Stimmvolk in der Hand, einen als Zusatzkredit ­getarnten, 20 Millionen Franken teuren Strassenbau zu versenken», wird Komitee-Mitglied Mario Stübi (SP) zitiert.

Die Projektgegner stören sich nicht nur an den hohen Kosten, sondern vor allem am Ausbau der Strasse. «Mehr Strassen führen immer zu mehr Verkehr. Verkehrsprobleme sollen gelöst werden und nicht einfach nur verlagert, wie bei der Cheerstrasse», so Nico van der Heiden (SP). Vom Strassenausbau profitiere niemand, nicht einmal die Autofahrer. Diese müssten künftig einen deutlichen Umweg fahren; der Stau werde nur verlagert.

Grosse Investitionen in Littau

Die Littauer hatten 2009 – vor der Fusion mit Luzern – einen Kredit von 14 Millionen Franken für den Ausbau der Cheerstrasse bewilligt, nun entscheidet die gesamte Stadtbevölkerung über das Projekt. Befürworter sprechen deshalb auch von einem Stimmungstest innerhalb der Stadt. Dieser Ansicht widersprechen die Projektgegner – und betonen, dass die Stadt viel Geld in Littau investiere. Als Beispiele nennen sie den Neubau des Schulhauses Staffeln, die Infrastruktur des FC Littau, den Kauf des Kindergartenlokals Niedermatt Süd oder die Erneuerung der Siedlungsentwässerung. In der Mitteilung heisst es: «Jetzt einen Konflikt zwischen Littau und dem restlichen Stadtgebiet herbeireden zu wollen, ist komplett falsch.» (red)

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