CHENDER-MONSCHTER: Kobolde, Frösche und Piraten

Wenn Kinder einen Umzug machen, wirds bunt, lebendig - und manchmal laut.

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Eine Koboldfamilie mit grossen Ohren auf dem Weg durch die Weggisgasse. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Eine Koboldfamilie mit grossen Ohren auf dem Weg durch die Weggisgasse. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Familie Handermann aus Adligenswil reiht sich als knallgrüner Frosch-Schwarm in den Chender-Monschter-Umzug ein, der gestern Nachmittag durch die Luzerner Altstadt führte. Ein Löwe, eine Pippi Langstrumpf und eine kleine Zigeunerin – die Kinder zweier befreundeter Familien – dürfen auch noch gleich in der frohen Frosch-Schar mitmarschieren. Hauptsache: farbig, lebendig, lustig.

Abwechlsungsreich
Das Chender-Monschter wird von Jahr zu Jahr grösser und macht dem Umzug der Grossen in Sachen Abwechslungsreichtum längst Konkurrenz. Viele der kleinen und grossen Gruppen sind mit Wagen unterwegs.

Das ist praktisch, denn so können die Eltern auch die jüngsten Fasnächtler sicher im Umzug mitführen. Piratenschiffe, Kutschen, Feuerwehrautos – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Planwagen, Bienenstock
Auch ein ganzer Hühnerstall mit einem wilden Haufen gefiederter Küken defiliert an den dichtgedrängten Zuschauerreihen vorbei. Dahinter folgen ein paar grosse, graue Kassenschränke. Sie sind leer – kein Wunder in der heutigen Finanzkrise.

Indianer und Cowboys ziehen mit Planwagen durch die Prärie – Pardon, Weggisgasse. Auch ein Bienenstock zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Und eine grossohrige Kobold-Familie zieht ebenfalls Richtung Jesuitenkirche, wo sich der Umzug auflösen wird.

Kein Zweifel: Um die Zukunft der Luzerner Fasnacht muss einem nicht bange sein – ob so viel Nachwuchs, der begeistert mitmacht.

Hugo Bischof