CHENDERMONSCHTER: Die Kleinen «raupen» den Grossen die Show

Am Güdisdienstag gehört die Altstadt den Kindern, wenn sie zu Hunderten ihre rüüdig schönen Sujets präsentieren.

Yvonne Imbach
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Links: Fantasievoll präsentierten sich die Kinder gestern an der Lozärner Fasnacht. Vor allem Tiersujets waren beliebt. (Bilder Jakob Ineichen)

Links: Fantasievoll präsentierten sich die Kinder gestern an der Lozärner Fasnacht. Vor allem Tiersujets waren beliebt. (Bilder Jakob Ineichen)

Der perfekte Anlass, um das Fasnachtsvirus zu verbreiten, ist das Chendermonschter – die Vereinigte. Diejenigen, die bereits infiziert sind, laufen den Umzug durch die Luzerner Altstadt. Und es sind einige hundert Kinder, denn die 800 gesponserten Guuggerbrötli sind immer schnell verteilt und verputzt. Die Ansteckungswilligen stehen am Strassenrand und liefern sich eine wilde «Schlacht» mit Konfetti (rein ins Geschehen) und Süssigkeiten (raus ins Publikum). Kein anderer Umzug bietet so viel Herziges, Kreatives, Schräges und Fantasievolles.

Bild: René Meier
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Aus dem Zoologischen Garten sind die unterschiedlichsten Vertreter angereist. Die Pinguine fragten «Wo ist der Schnee?», die Vögel trugen für einmal den Käfig in der Hand, und auf dem Eisbären durfte ein Bub mitreiten. Eine imposante Bisonherde liess die Kinderaugen nach oben wandern, so gross war sie! Drunter versteckte sich eine Gruppe von neun Erwachsenen und drei Kindern.

Häschen, Schlümpfe und Legos

Aktuelle Figuren wie die Minions schlossen Freundschaft mit Gärtnern, eine riesige Raupe in Giftgrün defilierte ebenso durch die engen Gassen wie eine Nasa-Rakete samt vielen grossen und kleinen Astronauten. Und wo sonst laufen Häschen in direkter Nähe zu Mainzelmännchen – und Schlümpfe neben einer Gruppe von überdimensionalen Lego-Steinen?

Auch sagenhafte Einzelmasken gab es zu entdecken, so wie der Billett-Automat, der dank einer Kurbel sogar echte Billette mit den Zielen Meer, Mars oder Traumland auswarf. Drunter versteckte sich Loris Gow (8) aus Wettswil, der mit seiner Mama Simone (eine Stanserin, darum das Fasnachtsvirus!) mitlief. Loris hatte mit seinem Götti zwei Nachmittage, viel Karton, Farbe und offensichtlich viele gute Ideen in sein Sujet investiert.

Für die passenden Rhythmen und den imposanten Guuggersound sorgten sechs mitmarschierende Guuggenmusigen.
 

Yvonne Imbach