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Chinesische Touristin
verschandelte Stadt Luzern

Eine Chinesin hat während ihres Aufenthalts in der Stadt Luzern nicht nur zahlreiche Sticker hinterlassen, sondern auch Graffiti. Als sie und eine Freundin bei der Tat erwischt wurden, leisteten sie lautstark Widerstand.
Lena Berger
Die Staatsanwaltschaft Luzern verurteilte die Frauen zu einer Geldstrafe. (Bild: Lena Berger)

Die Staatsanwaltschaft Luzern verurteilte die Frauen zu einer Geldstrafe. (Bild: Lena Berger)

«Kilroy was here.» Dieser Slogan war zur Zeit des zweiten Weltkriegs eine Art Running Gag der US-amerikanischen Truppen: Unter den Soldaten galt es als besondere Herausforderung, den Slogan und ein bestimmtes Bild – ein Gesicht mit einer länglichen Nase – an die unmöglichsten Stellen zu malen. Die Verbreitung des Graffito unterstrich die Macht und den Einfluss der US-Armee.

In der Stadt Luzern hatte diesen Sommer offenbar auch eine Chinesin das Bedürfnis, während ihres Aufenthalts Präsenz zu markieren und Spuren zu hinterlassen. Wie aus einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Luzern hervor geht, klebte die 27-Jährige zahlreiche Sticker mit der Aufschrift «Artsun» in der Nähe des Bahnhof auf öffentlichem und privatem Grund auf. Und damit nicht genug: Mitte August wurde sie zudem dabei erwischt, wie sie in Begleitung einer weiteren Chinesin auf einer Fläche von etwa 1.80 Meter mit gelber und schwarzer Farbe die Schriftzüge «Artsun »und «Art» an Stützpfeiler beim Bahngleis an der Hauptstrasse in Luzern sprayte.

Sachschaden von 1000 Franken

Als die Polizei – alarmiert durch Anwohner – die beiden Damen bei ihrer Tat erwischte, weigerten sich diese zunächst, sich auszuweisen. Sie verhielten sich derart unkooperativ, dass die Polizisten sie schliesslich unter lautem Geschimpfe in Handschellen legen mussten.

Bei der Aktion entstand ein Sachschaden von 1000 Franken. Die Haupttäterin wurde wegen Sachbeschädigung, Verweigerung des Ausweises und der Hinderung einer Amtshandlung zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à je 30 Franken sowie einer Busse von 420 Franken verurteilt. Ihre Begleiterin wurde ebenfalls verurteilt, allerdings zu einer etwas geringeren Geldstrafe und einer Busse von 200 Franken. Die 26-Jährige hatte sich zwar nicht direkt an der Sachbeschädigung beteiligt, sich aber ebenfalls der Festnahme widersetzt.

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