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Die christlichen Riten rund um den Tod

Die sieben Sakramente der Katholischen Kirche begleiten Gläubige durch die Stationen ihres Lebens. Am 1. November feiert die Katholische Kirche Allerheiligen; es ist der Tag, an dem die Gläubigen aller ihrer Heiligen gedenken.
Die Krankensalbung ist eines von sieben Sakramenten. (Archivbild LZ)

Die Krankensalbung ist eines von sieben Sakramenten. (Archivbild LZ)

(sma) Bei den sieben Sakramenten handelt sich dabei um die Taufe, die Eucharistie (Kommunion), die Firmung, die Busse (Beichte), die Krankensalbung, die Weihe (zum Diakon, Priester oder Bischof) und die Ehe. Wie Pfarrer Rafal Lupa betont, ist die Krankensalbung kein Sterbesakrament, sondern eines, das Kranke stärken soll.

Menschen, die das Sakrament der Krankensalbung empfangen wollen, bitten bei der Pfarrei darum. Rafal Lupa bietet die Krankensalbung alljährlich im März auch in einem Gottesdienst an. Diesen besuchen laut eigenen Angaben 60 bis 80 Personen. Geistliche spenden sie nicht nur bei Familien zu Hause, sondern auch Patienten im Spital. Über die Zahl der Krankensalbungen führt die Katholische Kirche Stadt Luzern keine Statistik.

Am 1. November feiert die Katholische Kirche Allerheiligen; es ist der Tag, an dem die Gläubigen aller ihrer Heiligen gedenken. Eingeführt wurde das Fest, weil die Kirche an einem Tag an all ihre Heiligen erinnern wollte. Dazu gehören auch solche, die nie offiziell heiliggesprochen wurden. Später wurde am Nachfolgetag (2. November) das Fest Allerseelen eingeführt, an dem man aller Verstorbenen gedenkt.

«Der Tod ist auch ein gesellschaftliches Phänomen»

Der Theologe Rafal Lupa meint: Die Tage rund um Allerheiligen und Allerseelen böten Gelegenheit, sich intensiver mit dem Tod auseinanderzusetzen und sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu werden. Das sei umso wichtiger, als der Tod in der heutigen Kultur zunehmend an Sichtbarkeit verlöre. «Wir verdrängen den Tod aus unserem Lebens- und Erfahrungsraum, konsumieren ihn tagtäglich abgestumpft in den Nachrichten. Deshalb verschwindet der Tod aus dem Blickfeld, wird banalisiert, zum Normalfall.»

Die Veränderung schlage sich auch in Beerdigungen nieder, so Lupa: «Begräbnisse finden vermehrt im engsten Kreis der Familie statt.» Daran stört er sich: «Der Tod ist auch ein gesellschaftliches Phänomen. Der Gedanke, dass nur die Familie das Recht hat, sich von einem Verstorbenen zu verabschieden, ist meiner Ansicht nach falsch.» Auch Freunde, Berufskollegen und Bekannte hätten dieses Recht. Das Bewusstsein für den Tod als Übergang zum neuen, ewigen Leben zu stärken, empfindet Lupa nicht als düster. Im Gegenteil: «Wenn ich in die geschlossenen Augen des gekreuzigten Jesus blicke, sehe ich darin den Inbegriff des Lebens, nicht des Todes», so der Pfarrer.

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