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CHRISTOF ENGELHORN: Nachlass kommt ins Museum

Der Megger Mäzen Christof Engelhorn hinterlässt eine beachtliche Kunstsammlung. Einen Teil davon hat nun das Kunstmuseum Luzern erhalten.
Robert Knobel
«Le Bain» (1894) von Félix Vallotton. Der Holzschnitt gehört zur Schenkung aus der Sammlung Engelhorn ans Kunstmuseum. (Bild Kunstmuseum Luzern)

«Le Bain» (1894) von Félix Vallotton. Der Holzschnitt gehört zur Schenkung aus der Sammlung Engelhorn ans Kunstmuseum. (Bild Kunstmuseum Luzern)

Robert Knobel

Der 2010 verstorbene Milliardär und Mäzen Christof Engelhorn hat während seines Lebens eine umfangreiche Kunstsammlung aufgebaut. Ein grosser Teil der Kunstwerke ging an die Art Mentor Foundation Lucerne, eine Stiftung, die sich der Förderung von Kunst verschrieben hat. Auch das private Wohnhaus in Meggen hatten Christof Engelhorn und seine heute noch lebende Ehefrau der Stiftung vermacht. Die Stiftung hat nun die Herkulesaufgabe, für den Engelhorn-Nachlass einen definitiven Platz zu suchen. So wurden kürzlich rund 20 Kunstwerke ans Luzerner Kunstmuseum abgegeben.

Sammlung Schweizer Maler

«Wir sind glücklich und dankbar über diesen wunderbaren Zuwachs», erklärt Museumsdirektorin Fanni Fetzer. Angesichts des jährlichen Ankaufsbudgets von gerade mal 50 000 Franken sei man auf solche Schenkungen angewiesen. Dies komme «leider nicht sehr häufig» vor, sagt Heinz Stahlhut, Sammlungskonservator am Kunstmuseum. Welchen Wert die Kunstwerke aus dem Engelhorn-Nachlass besitzen, darüber gibt das Kunstmuseum keine Auskunft. Es handelt sich vor allem um Werke von Schweizer und Luzerner Malern wie Johannes Itten, Miriam Cahn, Martin Disler, Pia Fries und Fritz Glarner. Bereits im Museum zu sehen ist im Moment Félix Vallottons Holzschnitt «Le Bain».

Die Werke aus dem Engelhorn-Nachlass ergänzen die Sammlung des Kunstmuseums, welche rund 4000 Werke umfasst. Diese sind normalerweise nicht im Museum zu sehen, Teile davon werden aber in wechselnden Ausstellungen vorübergehend gezeigt. Das Kunstmuseum möchte aber die Werke aus der Engelhorn-Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen. «Wir werden sie regelmässig zeigen», sagt Heinz Stahlhut.

Nach welchen Kriterien wurden die dem Kunstmuseum geschenkten Werke ausgewählt? «Es wurden Werke von Schweizer Künstlern und solchen mit Bezug zur Zentralschweiz ausgewählt, welche die Sammlung des Kunstmuseums sinnvoll ergänzen», erklärt Miriam Lüthold, Geschäftsleiterin der Art Mentor Foundation. Die Auswahl sei ideal, sagt auch Heinz Stahlhut – zumal sämtliche Künstler aus der Engelhorn-Sammlung bereits vorher im Kunstmuseum mit Werken vertreten waren.

Heinz Stahlhut betont, das Kunstmuseum verfüge über ausreichend Platz, «um die Werke gemäss den internationalen Standards unterzubringen». Doch die Schenkung ans Kunstmuseum macht nur einen kleinen Teil des Nachlasses von Christof Engelhorn aus. Die Verwaltung des Nachlasses ist auch fünf Jahre nach Engelhorns Tod noch längst nicht abgeschlossen. Neben dem Kunstmuseum Luzern seien weitere Museen im In- und Ausland beschenkt worden, sagt Miriam Lüthold. «Es gibt zudem Pläne, weitere Werke an Museen zu verschenken.»

Er stiftete die Salle Modulable

Christof Engelhorn ist 2010 84-jährig in Meggen gestorben. Der deutsche Milliardär war durch den Verkauf des Pharmaunternehmens seines Cousins reich geworden. Er wirkte zeitlebens als stiller Mäzen und Kulturförderer. Der breiten Luzerner Öffentlichkeit wurde er erst nach seinem Tod bekannt, als seine 120-Millionen-Spende für ein neues Musiktheater öffentlich wurde. Die Verwalter dieses Geldes zogen die Zusage im Oktober 2010 zurück, worauf bekanntlich ein langwieriger Rechtsstreit entbrannte. Seit Ende 2014 ist die Salle Modulable aber auf guten Wegen – auch wenn aus den ursprünglich 120 Millionen Franken nur noch rund 80 übrig geblieben sind.

Kunstmuseum eröffnet Café

red. Wo sich früher Büros befanden, kann man neu Kaffee trinken. Das Kunstmuseum eröffnet am nächsten Freitag das neue Museumscafé. Dieses befindet sich neben dem Museumseingang im vierten Stock des KKL, mit spektakulärem Blick auf See und Bahnhofplatz. Der Bau des Cafés kostete 1,8 Millionen Franken. Gestaltet wurde es durch den Künstler Urs Lüthi.

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