Churer Bischof greift PHZ Luzern an

Vitus Huonder kritisiert das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule der PHZ Luzern. Dessen Ideologie richte sich gegen das christliche Menschenbild.

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Der Churer Bischof Vitus Huonder kritisiert die PHZ Luzern. (Bild: Keystone)

Der Churer Bischof Vitus Huonder kritisiert die PHZ Luzern. (Bild: Keystone)

Der Bischof von Chur greift in einem Brief das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule der PHZ Luzern frontal an. Dieses hat im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für die Schule ein Grundlagenpapier zum Thema Sexualität und Beziehung verfasst. Mit diesem ist das Bistum gar nicht einverstanden. «Das Kompetenzzentrum betreibt eine Ideologie, die nicht nur gegen das jüdisch-christliche Menschenbild gerichtet ist, sondern auch die elterliche Erziehungshoheit missachtet.» Konkret beanstandet der Bischof, dass sich das Zentrum explizit für einen Sexualkundeunterricht ausspreche, der nicht nur auf Wissensvermittlung, sondern auch auf Sexualerziehung basiere.

Hans-Rudolf Schärer, der Rektor der PHZ Luzern, hat Mühe mit dem Frontalangriff des Bistums Chur. «Ist es dem Bischof wirklich ernst damit, den Sexualkundeunterricht nur auf die Wissensvermittlung zu beschränken?», fragt Schärer. Primäre Aufgabe der Schule müsse es doch sein, auch im Hinblick auf sexuelle Fragen Werte und Haltungen zu thematisieren und so die Eltern in ihren Erziehungsbemühungen zu unterstützen. Unterlasse die Schule dies, handelt sie nach Schärers Ansicht kontraproduktiv.

Simone Hinnen

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