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Circus Monti in Luzern: Die Manege verwandelt sich in eine Villa

Der Circus Monti gastiert auf dem Parkplatz Brüelmoos – und lädt die Besucher quasi in die gute Stube ein. Gemütlich ist das Programm für die Artisten aber nicht.
Hannes Bucher
Florian Vuille ist in der «Villa Monti» für die Komik-Einlagen zuständig. Bild: PD/Felix Wey

Florian Vuille ist in der «Villa Monti» für die Komik-Einlagen zuständig. Bild: PD/Felix Wey

«Villa Monti» lautet das diesjährige Motto des Circus Monti. Bis am 23. September gastiert er in Luzern auf dem Parkplatz Brüelmoos hinter dem Lido. Es ist ein etwas anderes Zirkuserlebnis, das dem Besucher geboten wird.

Da sind das Sofa, die alte Truhe, der Armlehnsessel und auch die Bücherwand. Da sind 14 junge Artistinnen und Artisten, die diese «Villa» bewohnen. Noch sind sie recht brav, räkeln sich, strecken sich, dehnen sich. Dann geht es zünftig los. Unter der Führung der Clownfigur (Florian Vuille) fegt in Kürze ein Artistenwirbelwind durch die «Villa» beziehungsweise Manege, bis unter die Kuppel.

Es geht um Kopf und Kragen

Da ist etwa die US-Amerikanerin Eve Diamond auf dem Schwungseil mit atemberaubender Akrobatik, da sind gewagte Schleuderbrett- und Handstandnummern, Tanztrapezspektakel oder eine grandiose Diabolo-Duo-Jonglage von Willem McGowan und Mario Muntwyler, Mitglied der Zirkusfamilie Muntwyler.

Stets wird die «Villa» in irgendeiner Form mit eingebunden. Das Sofa dient auch mal als Trampolin, eine blaue Leiter ist Stoff für eine besonders lustige Seilnummer. Und weshalb nicht auch mal mit Büchern jonglieren? Johannes Muntwyler zeigt zudem eine Zaubernummer; diese darf nicht ganz ernst genommen werden. Da geht es in der schräg-makabren Darbietung nämlich in der Tat um Kopf und Kragen des Akteurs. Aber er lächelt ja immer noch. Lächeln. Lachen. Spass und Schabernack. Typisch für den Abend: Die Lust, die Freude aller Akteure ist omnipräsent und der Funken zum Publikum springt im Nu.

Orchester mit starker Leistung

Begeisternd ist auch das Zirkusorchester unter dem polnischen Kapellmeister Piotr Gunia. Grossartig, wie die sechs Musiker die Szenerie einmal verträumt hinterlegen, dann in rasanten Schwung bringen. Alles in allem: «Villa Monti» - ein ganz besonderes Zirkuserlebnis. Für das Konzept verantwortlich sind Christian Vetsch – er war 2003 bereits als Clown mit dem Circus Monti unterwegs – und Sabine Schindler.

Bei der Luzerner Première am Mittwochabend bildeten sich lange Warteschlangen vor den drei Kassen. Da war etwa Gabriela Näpflin, die da mit ihrem Partner geduldig anstand. Nein, sie sei eigentlich sonst keine regelmässige Zirkusbesucherin. «Aber der Zirkus Monti ist einfach ganz besonders, anders als andere. Witzig, einfallsreich, innovativ, frech.» Und was die Besucherin aus Zug ganz besonders anspricht und fasziniert: Der rote Faden, eine Geschichte, welche im Zirkus Monti stets die einzelnen Programmpunkte verbindet und so einen Gesamtbogen schlägt – was auch beim aktuellen Programm wieder der Fall ist.

Die nächsten Vorstellungen finden am Samstag um 15 und 20 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr statt. Weitere Termine finden Sie auf www.circus-monti.ch

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