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«Cirrus» lässt Passagiere in Weggis stehen

Böse Überraschung für rund 100 Passagiere, die am Freitag von Weggis mit dem Schiff nach Luzern fahren wollten: Aus Kapazitätsgründen wurden sie am Steg stehen gelassen. Pro Jahr komme das nur drei bis vier Mal vor, relativiert SGV-Direktor Stefan Schulthess. Vor allem in Luzern wollen manchmal mehr Leute auf's Schiff, als es Platz bietet.
Jonas von Flüe
Luftaufnahme des Katamarans Cirrus, der am Freitag nicht alle Passagiere transportieren konnte. (Bild: Pius Amrein, 25. April 2009)

Luftaufnahme des Katamarans Cirrus, der am Freitag nicht alle Passagiere transportieren konnte. (Bild: Pius Amrein, 25. April 2009)

Freitagabend in Weggis: Zwischen 100 und 200 Personen warten am Schiffssteg in Weggis, um mit dem Kursschiff um 17.05 Uhr nach Luzern zu fahren. Die 300 Plätze der «Cirrus» sind bereits gut gefüllt, als der Katamaran mit Verspätung in Weggis eintrifft. Aus Kapazitätsgründen kann der Schiffsführer nicht alle Passagiere mitnehmen. Er entscheidet sich für eine angemeldete ausländische Reisegruppe. Etwa 100 Personen werden am Steg stehen gelassen und müssen 45 Minuten auf ein Zusatzschiff warten. «Um die Touristen kümmert man sich, aber die Einheimischen werden missachtet», sagt eine verärgerte Weggiserin zu «20 Minuten».

Stefan Schulthess ist Direktor der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV). Er kann den Zorn der stehengelassenen Passagierin verstehen: «Ich bedaure, dass das reguläre Kursschiff nicht alle Gäste mitnehmen konnte und es zu Wartezeiten kam.» Den Vorwurf, man bevorzuge Touristen gegenüber Einheimischen weist er aber zurück: «Wir unterscheiden selbstverständlich nicht zwischen einheimischen Gästen und Touristen.» Im Normalfall nehme man diejenigen mit, die in der Schlange vorne stehen.

Hauptrisiko besteht in Luzern

Dass mehr Leute an einer Station warten, als auf dem Schiff Platz haben, kommt laut Schulthess drei bis vier Mal pro Jahr vor. Vor allem in Luzern. «Das Hauptrisiko besteht vor allem morgens, wenn in Luzern viele Gäste gleichzeitig unterwegs sind und mehr als 1000 Personen auf einen Kurs einsteigen möchten», erklärt er. Die SGV versucht allerdings zu verhindern, dass Passagiere die gewünschte Reise nicht antreten können, indem bereits am Vorabend von mutmasslich stark frequentierten Tagen ein zusätzliches Schiff eingeplant wird. «Die vielen Gäste können wir aber nicht immer vorhersehen», sagt Schulthess.

Wenn es zu Kapazitätsengpässen oder Schiffsausfällen kommt, werden die Passagiere aber nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. Am Freitag wurde ein Zusatzschiff nach Weggis geschickt, bei der Panne der MS Mythen Anfang Mai wurde ein Shuttlebus organisiert, der die gestrandeten Passagiere in Gersau abgeholt hat. «Wir entscheiden jeweils situativ, ob ein Ersatzschiff aufgeboten wird, ein anderes Kursschiff einen ausserplanmässigen Halt machen kann oder der Transport über den Landweg organisiert werden kann», erklärt Schulthess.

MS Bürgenstock zieht Leute an

Die Schiffskapazitäten gelangen vor allem an schönen Sommer-Wochenenden an ihre Grenzen. An Spitzentagen befördert die SGV mehr als 25'000 Passagiere. So viele waren es am vergangenen Wochenende nicht. Dennoch ist Schulthess mit der Anzahl der Gäste sehr zufrieden – auch dank des neuen Schiffs MS Bürgenstock, das Luzern mit der Station Kehrsiten-Bürgenstock verbindet. Am Samstag und am Sonntag waren jeweils mehr 1500 Personen zwischen den beiden Stationen unterwegs. Allerdings seien nicht alle Gäste weiter auf den Bürgenstock gefahren. Viele hätten mit dem Shuttleschiff eine kurze Rundfahrt gemacht. «Die Leute kamen wohl weniger wegen des Bürgenstocks, sondern mehr wegen des neuen Schiffs», glaubt Schulthess.

Das neue Motorschiff Bürgenstock unternahm am Donnerstag seine Jungfernfahrt. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Unter anderem mit reichlich Feuerwerk wurde seine Taufe gefeiert. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Luzerner Stadträtin Franziska Bitzi bei ihrer Taufrede. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Die Taufe zog einige Zuschauer an. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Thomas Wey, 2. Schiffsführer, steuert den Katamaran in Richtung Bürgenstock. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Auf dem Oberdeck des MS Bürgenstock. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Jungfernfahrt auf dem Vierwaldstättersee. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Gäste geniessen die Aussicht. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
Das neue Motorschiff vor seinem Namensgeber, dem Bürgenstock. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
(Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
(Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Mai 2018))
vom Schiff direkt auf die Standseilbahn. (Bild: SGV)
12 Bilder

Taufe des neuen MS Bürgenstock

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