CISALPINO: Gotthard-Komitee ruft zum Handeln auf

Das Gotthard-Komitee hat den Bund zum raschen Handeln aufgefordert, um die Cisalpino-Misere zu beheben. Die permanenten Verspätungen und Pannen auf der Gotthard-Achse bedeuteten eine nicht länger zumutbare Belastung.

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Eine Cisalpino-Komposition in Fahrt. (Bild SBB)

Eine Cisalpino-Komposition in Fahrt. (Bild SBB)

Es handle sich um einen kaum bezifferbaren Imageschaden für den Schienenverkehr auf der Nord-Süd-Achse, kritisierte das in Schüpfheim domzilierte Gotthard-Komitee in einer Mitteilung vom Mittwoch. Sollte die Cisalpino AG nicht in der Lage sein, die Situation rasch und verbindlich in den Griff zu bekommen, so sei ihr die Betriebsbewilligung zu entziehen, fordert das Gotthard-Komitee, das die Interessen von 13 Kantonen und der Wirtschaft im Einzugsgebiet der Gotthard-Achse vertritt.

Die Verspätungen und Pannen mit den von der Cisalpino AG eingesetzten ETR 470-Zugskompositionen hätten ein Ausmass erreicht, das selbst von den SBB als «Trauerspiel» bezeichnet wird. Im laufenden Jahr verkehrten rund ein Viertel der Züge mit mehr als 15 Minuten Verspätungen oder fielen ganz aus. Die längst versprochenen neuen ETR 610-Kompositionen liessen weiter auf sich warten.

ap