CKW beerdigt Solarprojekt

Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) baut das Solarprojekt in Inwil nicht. Sie will aber verstärkt Energieprojekte im Kanton Luzern vorantreiben.

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So sah die CKW die Solaranlage in Inwil. (Bild: Montage PD)

So sah die CKW die Solaranlage in Inwil. (Bild: Montage PD)

Ausschlag gab die Vorprüfung der kantonalen Behörden, die sich gegen das Projekt auf der Schweissmatt aussprachen. Hauptkritikpunkt war laut einer Mitteilung der CKW der fehlende volkswirtschaftliche Nutzen sowie der fehlende Forschungsnutzen.

«Wir bedauern sehr, dass bei der Abwägung unterschiedlicher Nutzungs- und Schutzinteressen die erneuerbaren Energien und die Forschungsarbeiten für eine sichere Luzerner Stromversorgung nur zweite Wahl sind. Dies muss sich in Zukunft zwangsläufig ändern», wird Felix Graf, Leiter Geschäftsbereich Energie der CKW, in einer Mitteilung zitiert.

Areal wird landwirtschaftlich genutzt

Die CKW zeigt sich aber entschlossen, bis 2050 2,4 Milliarden Franken in erneuerbare Energien zu investieren. Mit dem Projektabbruch fällt die Produktion von Strom für 2200 Haushalte weg. Diese müsse die CKW nun andersweitig kompensieren. Sei es über andere Luzerner Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, über Partnerwerke oder über Stromimport aus dem Ausland, sagte CKW-Sprecherin Dorothea Ditze.

Das Areal in der Grösse von 20 Fussballfeldern im Gebiet Schweissmatt in Inwil wird nun bis auf weiteres landwirtschaftlich genutzt. Die CKW hatte das Grundstück in den siebziger Jahren gekauft, um dort ein Atomkraftwerk zu bauen.

Andere Energieprojekte seien dort zur Zeit nicht geplant, sagte die CKW-Sprecherin. Als strategisches Arbeitsgebiet des Kantons Luzern sei das Gelände aber für eine zukünftige Firmenansiedlung vorgesehen.

Weiter Projekte in den Startlöchern

Die CKW lässt sich nach "diesem Rückschlag", wie sie schreibt, nicht entmutigen. Sie will nun die Umsetzung anderer anstehender Projekte im Bereich Kleinwasser-, Wind- und Sonnenkraft vorantreiben.

Sie reichte ein Bau- und Konzessionsgesuch für das Kraftwerk Waldemme sowie Vorprojektunterlagen für das Konzessionsgesuch zum Kraftwerk Rümlig bei den kantonalen Behörden ein. Mit insgesamt sechs verbleibenden Projekten und einem Auftragsvolumen von gut 100 Millionen Franken möchte die CKW Strom aus erneuerbaren Quellen für rund 16'000 Haushalte produzieren.

rem/sda