CKW erhöhen Gewinn um 19 Prozent

Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) erzielte im Geschäftsjahr 2011/12 einen Betriebsgewinn von 109,1 Mio. Franken. Das sind 19,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtertrag blieb mit 934,8 im Vergleich zu 936,7 Mio. Fr. praktisch unverändert.

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Bei Schenkon wird eine Leitung montiert. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Bei Schenkon wird eine Leitung montiert. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

CKW-Chef Andrew Walo sprach an der Bilanzmedienkonferenz vom Donnerstag in Luzern lediglich von einem befriedigenden Ergebnis. Der grosse Gewinnsprung gegenüber dem Vorjahr relativiert sich nämlich, wenn man weiter zurückschaut, als die mehrheitlich zum Energieversorger Axpo gehörende CKW-Gruppe Betriebsgewinne von 181 respektive 120 Mio. Franken erzielte.

Das Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr 2011/12 schloss mit einem Unternehmensergebnis von 105,2 Mio. Franken um 18,3 Prozent über dem Vorjahr. Dazu beigetragen habe die positive Entwicklung an den Finanzmärkten, hiess es an der Medienkonferenz.

Der Stromabsatz stieg leicht um 0,4 Prozent auf 6483 Mio. kWh. Das Segment Energie der CKW-Gruppe bewegt sich mit 535,5 Mio. Fr. praktisch auf Vorjahres-Niveau. In Energie-Segment strich man zudem Gewinne aus Absicherungs- und Optimierungsgeschäften ein und konnte so deutlich tiefere Absatzpreise bei Stromkunden sowie im Stromhandel ausgleichen.

Unveränderte Dividende

Operativ stehe man in allen Segmenten gut da, sagte Walo. Auch sei die Gruppe gut aufgestellt und hinsichtlich der Rentabilität auf Kurs. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 4.50 Franken pro Aktie vor.

Wenig begeistert ist die CKW von Eingriffen der Stromaufsicht, die den Betriebsaufwand erhöhten. Wegen Verfahren der Regulierungsbehörde ElCom hätten rund 27 Mio. Fr. zurückgestellt werden müssen, hiess es. Über Differenzen zwischen der ElCom und den CKW-Gruppe entscheiden derzeit Juristen.

Insgesamt beschäftigt die CKW-Gruppe 1753 Personen in 1574 Vollzeitstellen, darunter 298 Lehrlinge. Die Bilanzsumme liegt bei 1,97 (Vorjahr: 1,91) Mrd. Franken. Die Eigenkapitalquote beträgt 71,1 (69,1) Prozent.

Skepsis gegenüber Energiestrategie

2050 Skeptisch beurteilt die CKW die geplante Energiewende. Die Gruppe steht unter Druck, stammten doch 2010 insgesamt 68 Prozent des CKW- Stroms aus Atomkraftwerken. Der vom Bund beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie bürdet der Axpo-Tochter hohe Investitionen auf.

Im Hinblick auf die neue Energiestrategie 2050 des Bundes fordert die CKW unter anderem realistische Ziele, Planungs- und Rechtssicherheit und keine wettbewerbsverzerrenden Interventionen. CKW-Chef Walo befürchtet nämlich, man sei auf dem Weg zur Planwirtschaft. Auch müsse die Schweiz aufpassen, dass sie in Europa nicht isoliert werde.

Prognosen zum laufenden Geschäftsjahr wollte Walo keine machen. «Das wäre wie Kaffeesatzlesen». Zu gross seien die Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung des Strompreises, der politischen und regulatorischen Vorgaben sowie der wirtschaftlichen Entwicklung der Grosskunden.

sda