CKW: Gewinn um mehr als die Hälfte eingebrochen

Höhere Kosten für Fremdstrom und Sonderfaktoren haben den Halbjahresgewinn des zur Axpo-Holding gehörenden Stromkonzerns CKW um mehr als die Hälfte einbrechen lassen.

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Die CKW-Verteilstation in Inwil. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die CKW-Verteilstation in Inwil. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Höhere Kosten für die Beschaffung von Strom sowie für Projekte zum Stromversorgungsgesetz führten dazu, dass das Betriebsergebnis (EBIT) der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) im ersten Halbjahr um 57,2 Prozent auf 54,2 Millionen Franken geschrumpft ist. Der Reingewinn brach im Vorjahresvergleich um 55,5 Prozent auf 47,4 Millionen Franken ein, wie die CKW am Dienstag weiter mitteilte.

Gesamtleistung verbessert, Betriebsaufwand vergrössert
Der Stromabsatz der CKW-Gruppe wurde gesamthaft um 1,8 Prozent auf rund 2,7 Millionen Kilowattstunden gesteigert. Die Gesamtleistung der CKW-Gruppe verbesserte sich um 9,4 Prozent auf gut 398 Millionen Franken. Zu diesem Wachstum hätten sowohl das Segment Energie wie das Segment Installationen beigetragen, heisst es weiter.

Der Wert der staatlichen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kernanlagen sei wegen der Börsenentwicklung gesunken. Dies habe das Halbjahresergebnis mit 31,6 Millionen Franken belastet. Zusammen mit den gestiegenen Strombeschaffungskosten und zusätzlichen Projektaufwendungen für die Umsetzung des Stromversorgungsgesetzes erhöhte dies den Betriebsaufwand um 45,8 Prozent auf 344 Millionen Franken. Bereinigt um die Sondereffekte sank der EBIT im Ende März abgelaufenen ersten Halbjahr noch um 12,5 Prozent.

Jahresergebnis unter dem Vorjahreswert prognostiziert
Für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr sind neben anderen Faktoren wie Temperatur und Verfügbarkeit der Produktionsanlagen auch die anhaltend starke Volatilität der Energiepreise in Europa zu berücksichtigen, wie Verwaltungsratspräsident Heinz Karrer und CKW-Chef Andrew Walo im Halbjahresbericht festhalten. Die CKW-Gruppe rechnet mit einem Jahresergebnis, das leicht unter dem Vorjahreswert von 196,5 Millionen Franken liegen wird.

ap