CKW: Gewinneinbruch trotz höherem Absatz

Die CKW haben im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient. Unter dem Strich blieb dem Unternehmen ein Gewinn von 88,9 Millionen Franken, 26 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Die CKW weisen ein tieferes Ergebnis aus. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Die CKW weisen ein tieferes Ergebnis aus. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Der Betriebsgewinn brach gar um 37 Prozent auf 91,4 Millionen Franken ein, wie die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) am Freitag bekanntgaben. Dies trotz einem um 1,8 Prozent höheren Gesamtertrag von 936,7 Millionen Franken.

Die CKW steigerten die Gesamtleistung 2010/2011 um 1,8 Prozent auf 936,7 Millionen Franken. Diese Zunahme sei auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in der Zentralschweiz zurückzuführen, schreibt das Unternehmen in seinem Jahresbericht. Der Stromabsatz liegt 5,8 Prozent höher als in der Vorjahresperiode.

Rückstellungen und Rückvergütungen

Das schlechtere Ergebnis führt das Unternehmen hauptsächlich auf regulatorische Effekte zurück. So mussten die CKW wegen einer noch nicht rechtskräftigen Verfügung in Bezug auf Netztarife vergangener Geschäftsjahre Rückstellungen in Höhe von 21 Millionen Franken bilden. Zudem belasten Rückvergütungen in Höhe von 14,1 Millionen Franken das Betriebsergebnis. Das Bundesgericht hatte im Fall Stahl Gerlafingen einen Leitentscheid gefällt, der auch Grosskunden unter bestimmten Voraussetzungen einen gestehungskostenorientierten Grundversorgungsanspruch zugesteht.

Das Betriebsergebnis verschlechtert sich insgesamt um 36,7 Prozent auf 91,4 Millionen Franken (Vorjahr 144,5 Millionen). Das Unternehmensergebnis sinkt in der Berichtsperiode um 25,9 Prozent auf 88,9 Millionen Franken (Vorjahr 120 Millionen) und entspricht damit einem Gewinn von 14.48 Franken je Aktie.

Reduzierte Dividende beantragt

Weil die regulatorischen Eingriffe die CKW auch weiterhin beeinflussen werden und Investitionen in Energieproduktion, Energieeffizienz und Netzinfrastruktur anstehen, beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 27. Januar eine reduzierte Dividende von 4.50 Franken (Vorjahr 9 Franken) je Aktie.

Vizepräsident Rolf Bösch stellt sein Mandat als Verwaltungsrat auf die kommende Generalversammlung zur Verfügung. Als Nachfolger wird Martin Schwab, CFO der Axpo Holding AG, vorgeschlagen.

sda/bep