COLLANO GRUPPE: Automobilindustrie-Flaute sorgt für Rückgang

Die Collano Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatzrückgang von 28%. Dazu hat vor allem der darbende Automobilsektor beigetragen.

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Blick in die Collano-Produktion in Sursee. (Archivbild Markus Forte/Neue LZ)

Blick in die Collano-Produktion in Sursee. (Archivbild Markus Forte/Neue LZ)

Die Wirtschaftskrise hat die Nachfrage aus den internationalen Industriemärkten für Spezialklebstoffe im ersten Halbjahr auf ein tiefes Niveau gedrückt, wie das Klebstoff-Unternehmen mit Hauptsitz in Sempach-Station mitteilt. Besonders stark vom Rückgang betroffen seien Klebesysteme, die in die Automobilindustrie sowie in die Industrien für Technische Textilien und Schaumstoff geliefert werden. Weniger stark betroffen waren Klebesysteme für den Bau oder für Medizinalanwendungen. Diese Verkäufe haben im ersten Halbjahr teilweise Vorjahresniveau erreicht.

Weiterhin Kurzarbeit
Die Collano Gruppe reagierte auf den Umsatzeinbruch von 73 Mio. auf 52,5 Mio. Franken mit gruppenweiten Sparmassnahmen, inklusive Kurzarbeit in den Produktionswerken, bei gleichzeitiger Verstärkung der Aktivitäten am Markt. Die Mitarbeiter der Produktionsunternehmen Collano Services mit Standorten in der Schweiz (Schmitten, Sempach-Station und Sursee) arbeiten seit Anfang Jahr, beziehungsweise seit Mitte März kurz.

Zuversicht dank Patent
Trotz Anzeichen für eine Erholung im Automobilsektor rechnet Collano bis Ende Jahr nicht damit, die Umsatzeinbusse gegenüber Vorjahr aufzuholen. Mittelfristig zuversichtlich stimmen jedoch eine Anzahl interessanter und teilweise neuer Projekte. So konnte die Gruppengesellschaft Nolax kürzlich ein Patent für ein neuartiges Material für Wundauflagen einreichen.

scd