Competec kauft ehemaliges Lego-Areal

Die Competec-Gruppe kauft die Gebäude des ehemaligen Lego-Areals in Willisau. Damit soll dort das grösste Elektronik-Versandzentrum der Schweiz entstehen.

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Das 55'000 Quadratmeter grosse, ehemalige Lego-Areal in Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann)

Das 55'000 Quadratmeter grosse, ehemalige Lego-Areal in Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Competec-Gruppe liefert ihre Ware ab Frühjahr 2012 aus Willisau. Als Logistikzentrum dient das ehemalige Lego-Werk, welches die Firmengruppe gekauft hat. Dies schreibt die IT-Handelsgruppe in einer Mitteilung. Zu dieser gehört auch www.brack.ch, einer der führenden Schweizer Online-Händler.

150 Arbeitsplätze für Willisau

Die Competec-Gruppe will ihre Lagerkapazitäten massiv ausbauen. «Der neue Standort bietet genügend Reserven, um das Paketvolumen in den nächsten Jahren zu vervierfachen», so Roland Brack, Inhaber der Competec Gruppe. Das neue Lager bietet rund 16'000 Palettenplätze auf einer Gesamtfläche von 55'000 Quadratmetern. Die verschiedenen Lager in Mägenwil und Birr sowie andere Aussenstellen ziehen in den Kanton Luzern. In Willisau entstehen dadurch 150 Arbeitsplätze. Auch ein Neubau stand zur Diskussion, wurde aber verworfen.

Stillschweigen über Kaufsumme

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bis 2006 hatte Lego ihre Steine in Willisau und Steinhausen produziert. Die Produktion ist nach Osteuropa verlegt worden. Rund 300 Mitarbeitern wurde gekündigt.

rem

Reaktionen

Der Willisauer Stadtrat nimmt mit grosser Freude zur Kenntnis, dass die Competec-Gruppe in Willisau investiert. Endlich ist jetzt eingetroffen, was sich ganz Willisau geduldig immer wieder gewünscht habe, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Stadtrat hofft, dass sich einige Betroffene entschliessen, den Wohnsitz in die Region zu verlegen. Die Wirtschaftsförderung Luzernkommt zum Schluss, dass das Unternehmen bereits bewiesen habe, dass es im Geschäft des Onlinehandels mit Elektronik bestehen könne. Mit der geplanten Entwicklung in den Folgejahren dürften dann noch deutlich mehr als 150 Arbeitsplätze nach Willisau kommen, heisst es. Der Standort Willisau werde von diesem Kauf auch in den kommenden Jahren profitieren.