Contact Tracing ist im Kanton Luzern «gut angelaufen»

Seit zehn Tagen ist das Contact Tracing im Kanton Luzern wieder in Betrieb. Das Zwischenfazit ist positiv. Doch die Planung für eine Aufstockung läuft.

Roseline Troxler
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Aufwendig: Contact Tracing.

Aufwendig: Contact Tracing.

Bild: Ennio Leanza/Keystone (Zürich, 8. Mai 2020)

Der Kanton Luzern hat am 4. Mai das Contact Tracing wieder aufgenommen. Dabei geht es darum, mit dem Coronavirus Infizierte ausfindig zu machen und deren Kontaktpersonen zu ermitteln. Pflicht ist das Contact Tracing seit dieser Woche. Der Bund hat den Kantonen den entsprechenden Auftrag erteilt.

Mit tiefen Fallzahlen aufwendig, aber gut umsetzbar

Laut Kantonsarzt Roger Harstall ist das Contact Tracing «gut angelaufen». In den letzten Tagen gab es im Kanton Luzern täglich zwischen Null und drei neue Corona-Fälle. «Solange sich die Fallzahlen auf diesem Niveau bewegen, ist das Contact Tracing gut umsetzbar», sagt Harstall. Wenn die Fallzahlen aber wieder ansteigen, wird es zu einer grossen Herausforderung. Denn der Bund rechnet damit, dass pro neuem Fall bis zu 20 Kontaktpersonen ermittelt werden müssen. Diese werden dann kontaktiert und in Quarantäne gesetzt. Roger Harstall rechnet vor: «Wenn es pro Tag nur schon fünf neue Fälle mit je 10 Kontaktpersonen gibt, rechnen wir bei einer täglichen Kontaktaufnahme mit einem Aufwand von bis zu 100 Stunden pro Tag.»

Planung für weitere Ressourcen läuft

Derzeit arbeiten bei der Dienststelle Gesundheit drei Personen für das Contact Tracing, hinzu kommen drei bis fünf Zivildienstleistende und drei Personen bei der Lungenliga, mit welcher eine Leistungsvereinbarung bestehe. Laut Roger Harstall laufen Planungen, um weitere Ressourcen für das Contact Tracing aufzubauen. Zum Einsatz einer Software will der Kanton Luzern am Freitag informieren.

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