CONTEST: Die Gitarrengötter waren in Luzern

Jetzt wissen wir: Iron Hand ist der beste Gitarrist Luzerns. Er zeigte sein Können – in drei Minuten.

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Das «Metzgerhallenstadion» in der Hand der Stromgitarren-Liebhaber. Diese zeigten sich modisch chic und brachial laut. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Das «Metzgerhallenstadion» in der Hand der Stromgitarren-Liebhaber. Diese zeigten sich modisch chic und brachial laut. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Es riecht nach Töfflibenzin in der «Metzgerhalle» in Luzern. Männer mit schulterlangen Haaren nippen an ihrem Bier. Aus den Lautsprechern dröhnt harte Gitarrenmusik. Heute Abend wird die Beiz an der Baselstrasse zum «Metzgerhallenstadion» für die besten Gitarristen der Stadt, verspricht der Flyer zum Anlass. So steht in der Ecke bereits ein riesiger grauer Verstärker. Neben ihm zwei Gitarren, die nur darauf warten, von Gitarren-Warriors malträtiert zu werden. Gegen 23 Uhr beginnt die Schlacht um Ruhm, Ehre und eine Flasche Schnaps. Drei Songs, zu denen die Gitarristen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können, stehen zur Auswahl. Es sind Metal-Klassiker von Bands wie Manowar, Danger Danger und Halloween. Innerhalb von drei Minuten müssen die Gitarristen zeigen, was sie drauf haben.

Er hat Benzin im Blut: Der Rock Bock
Als Erstes wagt sich El furio chileno an die Saiten. Zumindest optisch ist der wütende Mann aus Chile ein würdiger Auftakt zu einem Heavy-Metal-Gitarren-Contest. Seine schwarzen, schulterlangen Haare trägt er offen. Zu Halloween lässt El Furio seine Finger über die Gitarre gleiten. Er schwingt dazu seine lange Mähne. Nach drei Minuten ist das Spektakel zu Ende und das Gehör des Zuschauers um eine Hörfrequenz ärmer. Die mittlerweile voll besetzte «Metzgerhalle» dankt es ihm und streckt ihm – das Rock-'n'-Roll-Kompliment schlechthin – Zeige- und den kleinen Finger entgegen.

Schliesslich steht mittels Publikums-Klatsch-Entscheid fest: Bester Gitarrist Luzerns ist an diesem Abend: Patrick Eisenmann aka die «Iron Hand».

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag im der Neuen Luzerner Zeitung beiliegenden Montagsmagazin.