Corona
Guido Graf fordert Massnahmen, bleibt aber weiter im Vagen

Der Luzerner Gesundheitsdirektor verlangt «schärfere Massnahmen» gegen die Ausbreitung des Coronavirus – was genau, das lässt er jedoch offen.

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Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf an der Medienkonferenz am Dienstag.

Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf an der Medienkonferenz am Dienstag.

Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 28. Dezember 2021)

Er fordere «schärfere Massnahmen» im Kampf gegen Omikron und dass der Bund wieder den Lead in der Pandemiebekämpfung übernehme. Der eindringliche Appell des Luzerner Gesundheitsdirektors Guido Graf von Dienstag hat für nationale Schlagzeilen gesorgt.

Doch welche konkreten Massnahmen der Mitte-Politiker fordert, bleibt unklar. Auf Nachfrage schreibt Graf:

«Ich kann mir ganz viele zusätzliche Einschränkungen vorstellen. Wir haben in den letzten zwei Jahren diverse Einschränkungen gehabt, die sich mehr oder weniger gut bewährt haben.»

Offen lässt der Pfaffnauer nach wie vor, welche Einschränkungen das sind. Durchgesetzt wurden in der Vergangenheit Schliessungen von Gastro-, Kultur- und Freizeitbetrieben sowie von Geschäften, Versammlungsverbote oder eine Reduktion privater Kontakte.

Den Vorwurf, dass er den Bund in die Pflicht nimmt, selber aber keine kantonalen Massnahmen ergreift, weist Graf zurück. Als Beispiel nennt er das seit Mittwoch geltende Besuchsverbot an den Spitälern sowie die Absage des Silvesterfeuerwerks in der Stadt Luzern. (jon/nif)