Corona-Impfstoff

Zentralschweizer Kantone koordinieren Bezug und Verteilung der Impfdosen – Luzern impft ab Mittwoch

Nach der Bekanntgabe von Swissmedic, dass der Impfstoff von Pfizer zugelassen wird, will die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz koordiniert vorgehen. Erste Impfungen sollen bereits in der kommenden Woche stattfinden.

Jessica Bamford
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«Die Zentralschweizer Kantone sind bereit.» Das schreibt die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz (ZGDK) in einer Mitteilung. Bereit seien sie für eine koordinierte und qualitativ hochwertige Vorbereitung der Impfzentren. Geplant sei, dass bereits in der kommenden Woche erste besonders gefährdete Personen geimpft werden. Dabei rechnet die Konferenz aber mit einer kleinen Anzahl.

Über die Festtage werden in den Kantonen die Vorbereitungen fortgeführt, damit die Zentralschweiz am 4. Januar 2021 mit dem Impfen beginnen kann. Bedingung dafür ist natürlich, dass zu diesem Zeitpunkt auch genügend Impfdosen zur Verfügung stehen.

Das BAG hat bisher kommuniziert, dass die Schweiz in einer ersten Lieferung rund 100'000 Impfdosen erhalten wird. Wie viele davon in die Zentralschweiz gelangen, hängt dabei davon ab, wie viele der anderen Kantone auch bereits mit den Impfungen beginnen.

Kantone sind zuständig für Information der Bevölkerung

Um einen Wettbewerb um die beschränkte Anzahl Impfdosen zwischen den Zentralschweizer Kantonen zu verhindern, werden diese gemäss der Mitteilung bei der Anschaffung zusammenarbeiten. «Ich bin sehr zufrieden, dass wir bei diesem wichtigen Thema gemeinsam vorgehen. Das schafft Vertrauen für die Zentralschweizer Bevölkerung und stellt eine geordnete Einführung der Impfung sicher», betont der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister und Präsident der ZGDK.

Informationen über den genauen Ablauf der Impfaktion werden die jeweiligen Kantone ihrer Bevölkerung «zu gegebenem Zeitpunkt» zukommen lassen.

Gegenüber dem «Sonntags-­Blick» zeigt sich der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf erfreut, dass ein Impfstoff von Swissmedic zugelassen worden ist. Der Kanton setze auf die Dienste des Logistikunternehmens Galliker. Dieses soll die ersten Impfdosen am Dienstag vom Bund erhalten. «In Luzern werden dann am Mittwoch die ersten Personen gegen Covid-19 geimpft», erklärt Graf.

Die «Impf-Homebase» befindet sich in der Messe Luzern. Von dort aus werden die mobilen Impfteams «die Altersheime ansteuern und deren Bewohner impfen», erklärt der Gesundheitsdirektor. Voraussetzung sei, dass die Bewohner ihr Einverständnis geben. Im Kanton Luzern wird es drei weitere Impfzentren geben. Diese befinden sich im Raum Willisau-Entlebuch, in Sursee/Nottwil sowie in Hochdorf. Genutzt werden bestehende Bauten wie Messe- oder Turnhallen.