Für Junge
«5G im Club»: Der Kanton und Luzerner Kulturbetriebe lancieren eine gemeinsame Impfkampagne

Um die Impfquote zu steigern, lancieren der Kanton Luzern und die IG Kultur Luzern gemeinsam eine Kampagne. Mit den grellen Plakaten sollen vor allem junge Menschen für die Impfung animiert und motiviert werden.

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In den letzten Wochen ist die Zahl der an Covid-19 Erkrankten schweizweit wieder angestiegen, letzte Woche wurden die höchsten Werte im Jahr 2021 verzeichnet. Auch im Kanton Luzern stiegen die Fallzahlen wieder, während die Impfrate vor allem bei Jungen vergleichsweise tief bleibt. Wie der Kanton Luzern nun in einer Mitteilung schreibt, wurde zusammen mit der IG Kultur Luzern am vergangenen Wochenende eine Kampagne lanciert, die insbesondere jüngere Menschen über die Impfung informieren soll.

Die Slogans «Free Shots and Party Hard», «Rave Save with mRNA» und «5G im Club» sollen jüngere Kulturgängerinnen und Kulturgänger fürs Impfen sensibilisieren. «Mit der gemeinsamen Kampagne mit dem Kanton Luzern versuchen wir aufzuzeigen, dass die Impfung das zurzeit wirkungsvollste Mittel ist, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.»

«Und ohne Überlastung gibt es keinen Grund, die Clubs und Kulturbetriebe wieder zu schliessen»,

sagt Gianluca Pardini, Geschäftsleiter der IG Kultur Luzern.

Seit letztem Wochenende sind vor allem in Luzerner Clubs und Kulturbetrieben Plakate und Flyer mit den Slogans im Umlauf. Auch an Plakatsäulen in der Stadt Luzern stechen die neongrünen Plakate hervor. Und auf Social Media werden die von Kulturbetrieben geposteten Kampagnenbilder rege kommentiert – jedoch nicht nur wohlwollend.

«Ihr pikst wohl nicht richtig! Es ist ein medizinischer Eingriff. Kein Trenddrink.»

Solche und ähnliche Kommentare lassen sich einige finden. Doch für den Klub Kegelbahn beispielsweise ist klar: «Steigende Infektionszahlen, immer knapper werdende freie Plätze auf Intensivstationen und die eigene prekäre Lage als kulturelle Institution» seien Grund genug, sich als Kulturbetrieb zu diesem Thema zu äussern. Denn: «Die Kultur und das Nachtleben sind die ersten, die wieder schliessen dürfen» – falls die Covid-19-Ansteckungen weiter steigen sollten. (mha)

Video: Tele1/ PilatusToday

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