Corona
Kanton Luzern lehnt Beratungsgutscheine ab und fordert mehr alternative Impfstoffe

Der Kanton Luzern begrüsst die geplante Impfoffensive des Bundes. Beratungsgutscheine sieht er kritisch.

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Führung durch das Impfzentrum in Willisau.

Führung durch das Impfzentrum in Willisau.

Bild: Boris Bürgisser (21. April 2021)

Der Kanton Luzern sei wie der Bundesrat der Ansicht, dass nur die Impfung aus der Coronakrise führe. Dafür habe er bereits sehr viele unterschiedliche Massnahmen getroffen, um die Impfquote zu erhöhen, schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung. Deshalb begrüsse er auch eine nationale Impfwoche. Derzeit sind im Kanton Luzern 57,5 Prozent der Bevölkerung zweimal geimpft:

Der vorliegende Vorschlag des Bundes ist dem Kanton Luzern jedoch noch zu wenig ausgereift – auch der Zeitpunkt sei zu spät angesetzt. Ausserdem fordert er, dass die Unterstützung des Bundes nicht von theoretisch und zentralistisch berechneten Vorgaben abhängig gemacht werden. Denn: «Das Potential und der Bedarf sind in den Kantonen sehr unterschiedlich.»

Die Idee der Beratungsgutscheine lehnt der Kanton Luzern ab. Diese könnten sogar kontraproduktiv sein, wenn eine grosse Zahl Impfwilliger die Impfung aufschiebe und die Einführung der Gutscheine abwarte. Er gehe nicht davon aus, dass Gutscheine die Impfbereitschaft erhöhen, hingegen entstehe den Kantonen durch die Ausstellung von Gutscheinen ein sehr grosser Aufwand. Stattdessen fordert der Kanton Luzern, dass für jene Personen, die der mRNA-Technologie kritisch gegenüberstehen, möglichst bald genügend alternative Impfstoffe zur Verfügung gestellt werden. (mha)

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