Corona-Lockerungen
Der Kanton Luzern ist «grundsätzlich einverstanden» mit dem nächsten Öffnungsschritt – fordert aber weitere Lockerungen

Die weiteren Lockerungsschritte des Bundes stossen im Grundsatz auf die Zustimmung des Luzerner Regierungsrates. Dieser bemängelt aber den zu hohen Detaillierungs- und Komplexitätsgrad der Regelungen im Bereich Veranstaltungen und Personenansammlungen.

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Gäste sitzen auf der Terrasse eines Restaurants an der Reuss in Luzern.

Gäste sitzen auf der Terrasse eines Restaurants an der Reuss in Luzern.

Bild: Alexandra Wey / Keystone, Luzern, 19. April 2021

(stg) Der Regierungsrat hat an der Sitzung vom 18. Mai 2021 zum nächsten Öffnungsschritt Stellung genommen und ist damit grundsätzlich einverstanden, wie der Kanton Luzern am Mittwoch mitteilt. Die aktuelle epidemiologische Lage und der Impffortschritt würden diese geplanten Lockerungen ermöglichen. Insbesondere werde die Öffnung der Innenbereiche von Restaurants begrüsst.

Regierungsrat bemängelt Detaillierungs- und Komplexitätsgrad

Nicht einverstanden sei der Regierungsrat mit dem Detaillierungs- und Komplexitätsgrad der Regelungen im Bereich Veranstaltungen und Personenansammlungen. Die Vorgaben seien kaum mehr praktikabel. Die Vielzahl der Unterscheidungen und Abstufungen sei für die Veranstalter und die Öffentlichkeit nur noch schwer verständlich und für die Bewilligungs- und Kontrollbehörden schwierig umsetzbar. Daher sollen gemäss dem Kanton Luzern die detaillierten Regelungen nach Art der Veranstaltungen und Tätigkeit aufgegeben und stark vereinfacht werden. So könnte beispielsweise nur noch zwischen drei Personengrössen unterschieden werden (etwa 50 / 100 / 300) und alle Veranstaltungen könnten einer dieser drei Gruppen zugeteilt werden.

Der Regierungsrat wünscht angesichts der aktuellen Lage und des Impffortschritts in der breiten Bevölkerung bald weitere Lockerungen im privaten Bereich – insbesondere bei privaten Veranstaltungen wie Vereinsanlässen oder Hochzeiten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Zur vorgeschlagenen Regelung, dass an Hochschulen die Beschränkung von maximal 50 Personen für Präsenzveranstaltungen aufgehoben werden soll, falls die Schule repetitive und gezielte Tests durchführt, weist der Kanton Luzern darauf hin, dass damit kein regulärer Studienbetrieb durchgeführt werden kann. Um die Testpflicht umzusetzen, werde für die Zulassung von Selbsttests plädiert.

Im Weiteren spreche sich der Regierungsrat dafür aus, die Homeoffice-Pflicht generell in eine Empfehlung umzuwandeln sei – ohne dies an die Bedingung von wöchentlichen Tests zu knüpfen. Der Eventbranche und Schaustellern müssten klare Perspektiven aufgezeigt werden.