Corona
Maskenpflicht im Auto und generelle Besuchsbeschränkung in Heimen aufgehoben: Luzern lockert die kantonalen Massnahmen

Der Luzerner Regierungsrat hat die kantonale Covid-19-Verordnung angepasst. In Altersheimen, Spitälern und im Individualverkehr gibt es Lockerungen.

Pascal Linder
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Nicht mehr nötig: Eine sogenannte Besuchsbox im Alters- und Pflegeheim Kirchfeld in Horw.

Nicht mehr nötig: Eine sogenannte Besuchsbox im Alters- und Pflegeheim Kirchfeld in Horw.

Bild: Pius Amrein

Angesichts der positiven Entwicklung der epidemiologischen Lage und der vom Bund beschlossenen Öffnungsschritte hat der Luzerner Regierungsrat die kantonale Covid-19-Verordnung angepasst. Dies schreibt der Kanton Luzern in einer Mitteilung.

Die generelle Besuchsbeschränkung in den Alters- und Pflegeheimen, Spitälern und Kurhäusern wird aufgehoben, heisst es in der Mitteilung. Aufgrund der aktuell stabilen epidemiologischen Lage und der allgemein steigenden beziehungsweise hohen Durchimpfungsrate könne diese Bestimmung in der kantonalen Covid-19-Verordnung aufgehoben werden. Die Einrichtungen haben sich damit ausschliesslich nach dem Schutzkonzept des Bundes auszurichten – weiterhin gilt das Schutzkonzept der jeweiligen Einrichtung.

Keine Maskenpflicht mehr in Privatautos

Ebenfalls aufgehoben werde die Bestimmung bezüglich Personentransporten im Individualverkehr. Gemäss dieser galt in geschlossenen Privat- und Transportfahrzeugen eine Maskenpflicht, wenn Personen transportiert werden, die nicht im gleichen Haushalt leben. In Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs gilt weiterhin eine Maskenpflicht gemäss Bundesrecht.

Da ab Montag schweizweit alle Restaurants wieder im Innenbereich öffnen dürfen, ist auch die Spezialregelung, wonach Restaurants zumindest als Betriebskantinen für Berufstätige im Ausseneinsatz offenbleiben durften, aufgehoben. Der Betrieb von Diskotheken und Tanzlokalen bleibt weiterhin verboten. Hingegen dürfen Restaurations-, Bar- und Clubbetriebe geöffnet haben. Da die Erhebung, Meldung, Aufbewahrung und Vernichtung der Kontaktdaten in Restaurants, Bar- und Clubbetrieben ausreichend durch das Bundesrecht geregelt ist, kann die entsprechende Bestimmung in der kantonalen Covid-19-Verordnung aufgehoben werden, heisst es weiter.

Übrige Massnahmen werden verlängert

Die Pflicht zur Durchführung von Tests in bestimmten Bildungseinrichtungen bleibt vorerst bis am 10. Juli 2021 in Kraft. Die verbleibenden kantonalen Massnahmen (Einstellung des Nachtnetz-Angebots im öffentlichen Personenverkehr und Festlegung der Pflichten der Betreiberinnen und Betreiber von Einrichtungen und Betrieben mit Maskenpflicht) sollen vorerst bis 30. Juni 2021 verlängert werden, heisst es in der Mitteilung abschliessend.