Corona-Massnahmen
Gastro-Luzern-Präsident zu den Lockerungsvorschlägen des Bundesrats: «Das sind keine Perspektiven»

Museen, Zoos und Läden sollen nach den Vorstellungen der Landesregierung ab 1. März wieder öffnen dürfen. Nicht aber die Restaurants. Gastro-Luzern-Präsident Ruedi Stöckli ist empört.

Dominik Weingartner
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Der Bundesrat hat am Mittwoch seinen Lockerungsplan vorgestellt. Dieser beinhaltet zahlreiche Öffnungen per 1. März, etwa für Zoos, Museen und Läden. Aussen vor bleibt jedoch die Gastronomie. Restaurants sollen frühestens am 1. April wieder öffnen dürfen. Und auch da ist noch unklar, ob nur Aussenplätze geöffnet werden dürfen oder mehr.

Gastro-Luzern-Präsident Ruedi Stöckli ist gar nicht erfreut über die Pläne des Bundesrats. «Das sind keine Perspektiven», sagt er. Und:

«Alles andere geht auf, aber die Gastronomie lässt man darben. Ich verstehe es nicht.»
Gastro-Luzern-Präsident Ruedi Stöckli

Gastro-Luzern-Präsident Ruedi Stöckli

Stöckli hätte sich gewünscht, dass ab 1. März «wenigstens die Terrassen aufmachen dürfen, ab Mitte März vielleicht auch noch der Innenbereich». Dass es nun April werden soll, bis die Restaurants überhaupt teilweise öffnen dürfen, macht dem Gastro-Luzern-Präsident zu schaffen: «Ich bin sehr enttäuscht.»

Zur fehlenden Öffnungsperspektive käme die Ungewissheit bezüglich Entschädigungen dazu. Stöckli: «Alle Gastronomen haben die Formulare für die Härtefallgesuche ausgefüllt. Bis heute haben wir aber noch kein Geld gesehen.» Es sei unklar, wann die Hilfsmittel fliessen würden, so Stöckli. «Wie sollen wir unsere Mieten bezahlen? Das ist kein Zustand», sagt er.

Luzerner Regierung schweigt vorderhand

Er kenne viele Gastronomen, die aufhören wollten und einen Nachfolger für ihre Lokalität suchten, sagt Stöckli weiter. In der jetzigen Lage sei dies aber praktisch hoffnungslos. Der Gastro-Luzern-Präsident ist trotzdem überzeugt: «Es werden viele Gastronomen aufhören, das ist nur eine Frage der Zeit.»

Die Luzerner Regierung wollte am Mittwochnachmittag noch keine Stellung nehmen zu den vom Bundesrat vorgeschlagenen Lockerungsschritten. Man werde sich im Rahmen der vom Bundesrat vorgesehenen Vernehmlassung bei den Kantonen äussern, liess ein Sprecher verlauten.