Corona-Prävention

SP Luzern fordert Luftfilter in Schulen und vorgezogene Impfung für Lehrpersonen

In einer dringlichen Anfrage will SP-Kantonsrat Urban Sager wissen, was die Regierung unternommen hat, um die gesundheitlichen Risiken im Schulbetrieb zu minimieren.

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(stg) SP-Kantonsrat Urban Sager will wissen, was die Regierung in folgenden Punkten bereits unternommen hat:

  • Um die gesundheitlichen Risiken im Schulbetrieb zu minimieren.
  • Ob weitere Massnahmen wie beispielsweise Luftfilter denkbar sind.
  • Ob Lehrpersonen allenfalls vor der allgemeinen Bevölkerung geimpft werden können.

Mit der kalten Jahreszeit stiegen die Absenzen und Quarantänemassnahmen aufgrund des Coronavirus in den Schulen massiv an. «Durch Quarantäne-Massnahmen wird der Unterricht für ganze Klassen oder einzelne Schülerinnen und Schüler immer wieder unterbrochen, das beeinträchtigt den Lernfortschritt», gibt Urban Sager, Luzerner SP-Kantonsrat, in einer Mitteilung zu bedenken. Ende November seien 56 Prozent aller Quarantäne-Fälle auf die Schule zurückgegangen. Mit einem Rückgang in den kommenden drei bis vier Monaten sei nicht zu rechnen.

Luftfilter als Ergänzung zu bestehenden Massnahmen

Das Lüften der Schulzimmer sei in der kalten Jahreszeit nur bedingt möglich. Deshalb werde bereits seit vergangenem Herbst in vielen Ländern intensiv über den Einsatz von sogenannten Hepa-Filtern (High Efficiency Particulate Air-Filter) in Klassenzimmern diskutiert und Studien zeigen deren Wirksamkeit. Hepa-Filter könnten bei richtiger Anwendung einen grossen Teil der Viren bzw. der mit Viren belasteten Tröpfchen aus der Luft filtern. «Luftfilter sind gerade in Schulzimmern eine äusserst wichtige Ergänzung der Massnahmen zum Schutz der Menschen in der Schule und deren Angehörigen», ist Sager überzeugt.

Seit Ende Dezember steht auch in der Schweiz eine Impfung gegen Covid-19 zur Verfügung und auch im Kanton Luzern wird nach einem entsprechenden Impfplan geimpft.

«Vor dem Hintergrund, dass es auch in Schulen nachweislich zu Ansteckungen kommt und Lehrpersonen einem ähnlichen Risiko ausgesetzt sind wie Betreuerinnen und Betreuer in Heimen, sollten auch sie nach Möglichkeit in die Zielgruppe 4 gemäss BAG-Einteilung aufgenommen werden»

, so Urban Sager in seiner dringlichen Anfrage an die Regierung.

Das Ansteckungsrisiko werde durch die Impfung der Lehrer massgeblich reduziert, es komme folglich zu deutlich weniger krankheits- oder quarantänebedingten Ausfällen von Lehrpersonal. Dadurch könne der reibungslose Präsenzunterricht besser garantiert und das Contact-Tracing entsprechend entlastet werden. «Mit der Möglichkeit, Lehrpersonen früher zu impfen, verringern wir das Ansteckungsrisiko von vielen Menschen gleichzeitig: Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern sowie auch deren Eltern», ist Urban Sager überzeugt.