Corona-Solidaritäts-Auktion: In Luzern kommen trendige Trennwände unter den Hammer

Ein Start-up-Betrieb und das Hotel Schweizerhof spannen zusammen. Am 14. August organisieren sie eine Versteigerung von 21 Trennwänden. Der Erlös kommt den Künstlerinnen und Künstlern zugute.

Sandra Monika Ziegler
Drucken
Teilen

Die Trennwände zwischen den Gastrotischen könnten unterschiedlicher nicht sein. Vom schlaffen Plastik über die stabile Pavatexwand, zur durchsichtigen Plexiglasabtrennung bis hin zu wahren Kunstwerken, coronabedingt sind der Fantasie und dem Budget freien Lauf gewährt.

Das brachte das Horwer Start-up-Unternehmen RecycleWall auf den Plan. Es sah in den Abstandsregel des BAG ein Geschäftspotenzial. «Wir sind mit unserem Unternehmen RecycleWall im Mai gestartet und haben bisher über 3000 Trennwände ausgeliefert», sagt Mitgründer Walter Küpfer.

Eine Auswahl der künstlerischen Trendwände die zur Auktion kommen.

Eine Auswahl der künstlerischen Trendwände die zur Auktion kommen.

Bild: PD

Auf den hochwertigen Wabenkarton als Material für recyclebare Trennwände kamen sie auf der Suche nach einer Alternative zum Plexiglas, wie Küpfer weiter ausführt. Und ihren Erfolg wollten sie teilen, deshalb kam die Idee der Kunstaktion auf.

Aktuell bemalen 21 Künstlerinnen und Künstler beidseitig einen Wabenkarton im Mass 182 x 80, den das Start-up ihnen gesponsert hat. Für die Auswahl der Kunstschaffenden hat das Jungunternehmen einen Aufruf auf Facebook gestartet. Als erste meldete sich die Luzerner Künstlerin Miranda Fierz.

Die Auktion läuft online

Die 33-jährige hat ihr Werk, das Bild im Zeugheersaal, als erste für 261 Franken versteigert.

«Da stellten wir uns die Frage, ob es wohl nicht besser wäre, alle zusammen an einem Event zu versteigern, das spricht ein breiteres Publikum an», erklärt Küpfer das weitere Vorgehen. Mit dem Luzerner Hotel Schweizerhof und dem Zeugheersaal fanden sie den geeigneten Ort für ihre Solidaritätsaktion. Dass es 21 Trendwände sind, wie die Initianten ihre künstlerischen Trennwände nennen, hat seinen Grund im Platzbedarf, denn mehr hätten im Saal nicht ausgestellt werden können.

Am 14. August ab 16 Uhr ist Vernissage und damit die Möglichkeit all die Werke zu sehen. Coronabedingt ist die Platzzahl beschränkt, deshalb braucht es eine Anmeldung bis zum 12 August an info@recyclewall.ch und dann nach der Vernissage, zwischen 18.30 bis 21.00 Uhr wird für die restlichen 20 Bilder die Auktion gestartet. Es kann jedoch nicht vor Ort geboten werden, sondern nur eingeloggt auf der Firmenwebsite von RecycleWall.

Mehr zum Thema