Corona und Universiade
Wieder Fernunterricht und Online-Prüfungen an der Uni Luzern

Die Studierenden der rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Uni Luzern legen auch diesen Winter aufgrund der Pandemie Online-Prüfungen ab. Da zudem die verschobene Winteruniversiade in die Vorlesungszeit der Uni fällt, müssen die Studierenden im Dezember wieder in den Fernunterricht und für Prüfungen vor Ort in externe Räume ausweichen.

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Ausschliesslich Online-Prüfungen wird es an der Uni Luzern – Stand jetzt – nur für eine Fakultät geben.

Ausschliesslich Online-Prüfungen wird es an der Uni Luzern – Stand jetzt – nur für eine Fakultät geben.

Bild: Keystone

Aktuell kursiert unter den Studierenden der Uni Luzern eine Mitteilung. Darin heisst es, dass die Prüfungen auch dieses Semester nur digital stattfinden werden. Woher diese Behauptung stammt, ist nicht klar, wie PilatusToday berichtet. Die Nachricht ist allerdings nicht ganz korrekt, erklärt Dave Schläpfer, stellvertretender Leiter der Universitätskommunikation, auf Nachfrage von PilatusToday und Tele 1.

Er stellt klar: «Zentral für uns ist, dass die Studierenden unserer Universität die Möglichkeit erhalten, auch in diesem von Corona geprägten Semester ihre Prüfungen regulär zu absolvieren und ihr Studium normal weiterführen, beziehungsweise beenden zu können.» Dies, ob nun mittels digitaler Prüfungen, solchen vor Ort oder Mischformen. Je nach Fakultät verfolge man verschiedene Praxen, massgeschneidert auf die jeweiligen Bedürfnisse. Es gebe nur eine Fakultät, die die Prüfungen ausschliesslich digital durchführt und eine, die sich noch nicht entschieden hat.

Rechtswissenschaftliche Prüfungen wegen Corona nur digital

Bei der Fakultät, die sich für die digitale Form entschieden hat, handelt es sich um die rechtswissenschaftliche Fakultät. Dies unter anderem «nach eingehender Prüfung und mit viel Know-how aus den vergangenen Semestern, sowie mit dem Rückhalt aus den studentischen Gremien», wie Schläpfer betont. Ein weiterer Grund sei, dass etwa 3’000 Prüfungen abgelegt werden.

Uni-Räumlichkeiten für Winteruniversiade

Die anderen Fakultäten können ihre Prüfungen und Vorlesungen im Dezember allerdings ebenfalls nicht in den üblichen Räumlichkeiten der Uni Luzern durchführen. Wegen der Winteruniversiade sind diese besetzt. Die Olympischen Winterspiele der Studierenden hätten eigentlich im Januar 2020 stattfinden sollen – also dann, wenn keine Vorlesungen sind. Wegen Corona ist der zweitgrösste Multisportanlass der Welt jedoch auf diesen Dezember verschoben worden. Daher gibt es in diesem Monat wieder Fernunterricht und Präsenzprüfungen finden in externen Räumen statt.

So werden die Prüfungen durchgeführt

Zur Uni Luzern gehören vier Fakultäten und ein Departement. So sieht die aktuelle Situation aus:

  • Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät: Hier werden die Prüfungen in der Regel in Präsenz durchgeführt. 
  • Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät: Ein Grossteil der Prüfungen wird wie in den letzten Semestern online stattfinden, die übrigen vor Ort. Mündliche Abschlussprüfungen werden in digitaler Form durchgeführt und die schriftlichen Abschlussprüfungen vor Ort.
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät: Die Prüfungen finden wie in den vergangenen Semestern digital statt. Dies aufgrund der guten Erfahrungen und nach vorangehender Konsultation der Studierendenvertretungen «Fachschaft Jus» und «Associazione studenti italofoni a Lucerna», die sich ebenfalls für digitale Prüfungen ausgesprochen haben. 
  • Theologische Fakultät: Diese Fakultät hat noch keinen Entscheid gefällt, es werden verschiedene Durchführungsmodi geprüft. 
  • Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin: Die Prüfungen werden in der Regel vor Ort durchgeführt. Je nach Lehrveranstaltung gibt es aber vereinzelt schriftliche Arbeiten, die digital eingereicht werden können. 

Digital beeinträchtigt die Qualität nicht

Unter den Studierenden geben die digitalen Prüfungen auch jetzt noch zu reden, obwohl sie inzwischen an den Universitäten bestens erprobt sind. Gemäss Dave Schläpfer hätten die digitalen Tests keinen Einfluss auf die Qualität der Prüfungen: «Die Qualität ist bei digitalen Prüfungen ebenso hoch. Es besteht somit auch kein Widerspruch zur Lehre, die in diesem Semester möglichst wieder vor Ort erfolgt. Das kann man in dieser Hinsicht nicht miteinander vergleichen.» (cas/gch)