Corona

Luzerner Regierung prüft weitere Unterstützungsmassnahmen für behördlich geschlossene Branchen

Die aufgrund der Coronapandemie behördlich geschlossenen Branchen sollen vom Kanton Luzern zusätzlich zu den bereits bestehenden Massnahmen unterstützt werden. Regierungsrat Reto Wyss hat sich Donnerstag mit Vertretern des Verbands Gastro Luzern getroffen, allerdings gibt es noch keine konkreten Massnahmen.

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(zim) Der Bund hat zahlreiche Betriebe – darunter grosse Teile der Gastrobranche – voraussichtlich bis Ende Februar geschlossen.
Der Luzerner Regierungsrat prüft nun, wie betroffene Luzerner Betriebe in dieser Lage möglichst gut unterstützt werden können und wo in den Massnahmen des Bundes allenfalls Lücken bestehen, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Luzern.

Regierungspräsident und Finanzdirektor Reto Wyss hat sich dazu am Donnerstag zu Gesprächen mit Vertretern von Gastro Luzern unter der Leitung von Verbandspräsident Ruedi Stöckli getroffen. Unter anderem sei darüber gesprochen worden, ob, und falls ja, wie sich die bestehenden Unterstützungsmassnahmen gezielt ausweiten lassen. Dabei sei sich Reto Wyss der schwierigen Lage der behördlich geschlossenen Branchen bewusst. Ihm sei es ein Anliegen, sie bestmöglich zu unterstützen.

Details zu zusätzlichen Unterstützungsmassnahmen am 14. Januar

Zum jetzigen Zeitpunkt können laut Mitteilung noch keine konkreten Massnahmen aus dem Gespräch präsentiert werden. Am 14. Januar werde Reto Wyss im Rahmen der Härtefall-Medienkonferenz detaillierter auf die zusätzliche Unterstützung der behördlich geschlossenen Betriebe eingehen.

Der Kanton Luzern unterstütze die Tourismus-, Hotellerie- und Gastrobranche seit Beginn der Pandemie im März 2020 unter anderem mit Kurzarbeitsentschädigung, Erwerbsersatzentschädigung und Härtefallregelungen.

KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern (KGL) will Verschärfung der Massnahmen verhindern

Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern (KGL) begrüsst die frühzeitige und offene Kommunikation des Bundesrates über die Verlängerung der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Gleichzeitig warnt der Verband in einer Mitteilung vom Donnerstag vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Massnahmen.

Die Wirtschaft habe in den vergangenen Monaten bewiesen, dass die Schutzkonzepte einwandfrei funktionieren und keine Hotspots ausgemacht werden können. Der KGL vertritt weiterhin der Überzeugung, dass die Massnahmen in der Wirtschaft auf individuelle Schutzkonzepte in den Branchen abgestellt werden sollten. Der Nutzen bei der Schliessung einer ganzen Branche dagegen, wie es aktuell bei der Gastronomie der Fall ist, bleibe fragwürdig. Dem Gegenüber stünden hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Kosten. Umso mehr gelte es, zusätzliche Verschärfungen der Massnahmen zu vermeiden.

Wenn die Politik Schliessungen von Gastrobetrieben und Detailhändlern beschliesse, so werde der KGL diese mittragen. Er erachtet es dann aber als Selbstverständlichkeit, dass der Bund die weiterhin nicht gedeckten Fixkosten der betroffenen Betriebe grossmehrheitlich übernimmt. Dabei soll es keine Branchenlösungen geben, sondern die Betroffenen sollen individuell beurteilt und unterstützt werden. Der KGL fordert die Luzerner Regierung auf, dem Bundesrat eine entsprechende Vernehmlassungsantwort zu geben.