Coronamassnahmen

Der Kanton Luzern hat nun eine Impf-Hotline

Wer Fragen zur Corona-Impfung hat, kann diese an eine neue kantonale Hotline richten. Indes hat der Kanton Luzern seinen Impfplan leicht überarbeitet.

Roseline Troxler
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Vinzenz Graf, Chef des Kantonalen Führungsstab, zeigt die Impfkabinen auf der Allmend.

Vinzenz Graf, Chef des Kantonalen Führungsstab, zeigt die Impfkabinen auf der Allmend.

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 23. Dezember 2020)

Luzerner können sich nach wie vor nicht für eine Corona-Impfung anmelden, da das Online-Formular des Bundes für die Registrierung von Impfwilligen noch nicht zur Verfügung steht. Zur Frage, wann eine Anmeldung möglich ist, heisst es beim Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD): «In den nächsten Tagen, spätestens nächste Woche.» Bei einer kantonalen Impf-Hotline kann die Bevölkerung jedoch seit Montag Fragen zur Impfung stellen. Die Hotline (041 228 45 45) ist werktags zwischen 8 und 12 Uhr und zwischen 13.30 und 17 Uhr erreichbar. Für medizinische Fragen wird allerdings an die Hotline des Bundesamts für Gesundheit verwiesen. Ebenfalls seit Montag werden Fragen zur Impfung über die Mailadresse impfen@lu.ch entgegengenommen.

Hotline und Mailadresse hat der Kanton wegen des grossen Informationsbedürfnisses der Bevölkerung eingerichtet. Derzeit arbeiten dafür acht Personen des Zivilschutzes. «Sobald man sich anmelden kann, wird die Hotline auch für die technische Unterstützung beim Anmeldeprozess zur Verfügung stehen.» Derzeit kann noch keine Auskunft zu den Anmeldemöglichkeiten und zum Anmeldeformular erteilt werden. «Es besteht aktuell noch keine Möglichkeit, sich anzumelden.» Voraussetzung sei das Online-Formular des Bundes.

Jüngere Risikopersonen sind früher an der Reihe

Der Kanton Luzern hat am Montag ausserdem den am Freitag präsentierten Impfplan leicht angepasst. Beim Gesundheits- und Sozialdepartement heisst es: «Es haben sich zwischenzeitlich weitere Präzisierungen ergeben, die für die Bevölkerung relevant sind. Der Impfplan wurde also nicht abgeändert, sondern lediglich präzisiert.» Für die Impftermine würden die Priorisierungsregeln des Bundes gelten. So sieht der Fahrplan aus:

  • seit Ende Dezember 2020 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende Alters- und Pflegeheime
  • ab Ende Januar 2021 Personen ab 75 Jahren sowie Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko, unabhängig vom Alter*
  • ab Anfang März 2021 Personen zwischen 65 bis und mit 74 Jahren
  • ab Anfang März 2021 Personen unter 65 Jahren mit chronischen Krankheiten, die noch nicht geimpft wurden
  • ab Anfang März 2021 Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt und Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
  • ab Anfang Mai 2021 Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder, betreuende Angehörige) von besonders gefährdeten Personen und Personen unter 65 Jahren in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektionsrisiko (z.B. Soziale Einrichtungen, Gefängnisse)
  • ab Anfang Juni 2021 übrige Bevölkerung.

*Wer unsicher ist, ob er zu den besonders gefährdeten Personen gehört, soll sich laut dem Kanton Luzern an seinen Arzt oder seine Ärztin wenden. Weitere Informationen gibt es hier oder auf der Webseite des Kantons.