Coronamassnahmen

Luzern orientiert sich bei allfälligen Schulschliessungen am Bund

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, erwägt bei steigenden Corona-Fallzahlen Schulschliessungen. Für die Bildungsdirektion des Kantons Luzern ist das im Moment kein Thema.

Lukas Nussbaumer
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Schutzmasken im Klassenzimmer.

Schutzmasken im Klassenzimmer.

Symbolbild: Boris Bürgisser (Luzern, 21. August 2020)

Seit heute Montag drücken die Schülerinnen und Schüler im Kanton Luzern wieder die Schulbank. Und das soll auch so bleiben – «ausser es gibt eine entsprechende Bundeslösung», wie Regula Huber sagt. Die Kommunikationsleiterin des Bildungs- und Kulturdepartements (BKD) betont, der Kanton Luzern sei mit den bestehenden Schutzkonzepten an den Schulen bisher «gut gefahren». Selbstverständlich werde die Lage aber laufend beobachtet.

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, sagte am Sonntagabend in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens, bei den Einschränkungen gebe es nicht mehr viele Möglichkeiten - ausser etwa bei den Schulen. Bislang sei versucht worden, die Schule und das Arbeitsleben möglichst zu schonen, sagte Engelberger. Der Spielraum sei aber jetzt ausgeschöpft. Wenn es nötig sei, weiter Kontakte zu reduzieren und das Arbeitsleben zu verlangsamen, dann müssten auch im Arbeitsbereich und «allenfalls bei den Schulen» Massnahmen ergriffen werden.

Sollte es soweit kommen, wird das BKD laut Regula Huber «rasch reagieren, wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet». Teilweise müsse noch Schulmaterial nach Hause genommen werden; für die Umstellung auf Fernunterricht seien ein bis zwei Tage nötig. Insbesondere für die Volksschule wäre gemäss Huber ein Vorlauf von wenigen Tagen wünschbar, um allfällige Betreuungssituationen aufzugleisen.

Nur Nidwalden verlängerte Schulferien

Wie viele Lehrer und Schüler derzeit in Isolation und Quarantäne sind, wird diese Woche neu erhoben. Ende November waren insgesamt 813 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen an der Volksschule, den Gymnasien und den Berufsschulen in Quarantäne. Das waren mehr als 50 Prozent aller Personen im Kanton Luzern, die sich damals in Quarantäne befanden. Aktuell sind rund 2000 Luzernerinnen und Luzerner in Quarantäne, knapp 1700 sind in Isolation.

In der Zentralschweiz hat ausser Nidwalden kein Kanton die Schulferien verlängert. Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid begründete die Verlängerung der Schulferien bis zum Donnerstag, dem 7. Januar, vor Weihnachten mit der Sorge vor einer Zunahme der Ansteckungen über die Festtage. Die Verlängerung der Schulferien erhöhe die Chance, dass das Virus nicht von Schülern oder Lehrpersonen an die Schule geschleppt wird. «Das sind uns diese drei Tage wert», sagte Schmid.