Coronavirus
Bei den Selbsttests kommt es teilweise zu Engpässen – in Luzerner Apotheken sind sie aber in der Regel erhältlich

Punktuell könne es sein, dass keine Tests erhältlich sind, heisst es beim Luzerner Apotheker Verein. Alles in allem hat sich die Lage nach der grossen Nachfrage in den ersten Tagen aber beruhigt.

Stefan Dähler
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Hin und wieder ist bei Apotheken in diesen Tagen der Hinweis zu lesen: «Zurzeit haben wir keine Coronaselbsttests», wie beispielsweise hier in Kriens:

Bild: Stefan Dähler (20. April 2021)

Grundsätzlich seien Selbsttests aber nach wie vor verfügbar, sagt Karin Häfliger, Kommunikationsverantwortliche des Luzerner Apotheker Vereins. «Punktuell kann es bei einzelnen Apotheken zu Engpässen kommen, weil die Nachlieferungen nicht täglich eintreffen, sondern man mehrere Tage darauf warten muss.» Zudem müssen die Lieferungen dann noch in 5er-Sets umgepackt werden, da gemäss Vorgaben des Bundes pro Person fünf Tests pro Monat abgegeben werden dürfen und die Lieferungen in 25er-Packungen kommen.

Grundsätzlich habe sich die anfangs sehr grosse Nachfrage für Selbsttests normalisiert, sagt Häfliger. Gesamtzahlen für alle Luzerner Apotheken erhebt der Verein nicht. Ein Beispiel: In der Sonnen Apotheke Emmenbrücke, wo Karin Häfliger Inhaberin ist, wurden in den ersten Tagen nach dem Start der Selbsttest-Abgaben am 7. April täglich rund 700 Test-Sets à fünf Stück abgegeben. Inzwischen seien es rund 150 Sets pro Tag. Der Arbeitsaufwand habe sich daher nun wieder einigermassen normalisiert, wobei er immer noch höher sei als in «normalen» Zeiten.

Nachfrage nach Schnelltests in Apotheken ist ebenfalls gesunken

Entlastend sei auch, dass in Apotheken derzeit deutlich weniger Schnelltests durchgeführt werden als vor Ostern. Warum das so ist, könne man nicht eindeutig sagen, so Häfliger. Eine Rolle spielen könnten die Selbsttests, aber auch, dass nun mehr Testzentren vorhanden sind. Weiter sei die Nachfrage für Schnelltests vor Ostern aussergewöhnlich hoch gewesen, weil der Bund damals entschied, dass diese für die Testpersonen auch ohne Symptome kostenlos sind und weil viele Leute sich testen lassen wollten, bevor sie jemanden treffen. Inzwischen sei die Nachfrage nach Schnelltests vergleichbar mit der Zeit vor diesem Anstieg.