Coronavirus
Bilanz des Massentests an Megger Schule: 250 Personen getestet, 2 davon positiv

Die zweite grosse Testaktion an einer Schule im Kanton Luzern warf deutlich weniger grosse Wellen als im «Fall Maihof».

Sandra Monika Ziegler
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Drei Schüler der 3. Primarklasse in Meggen sind letzte Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin hat die Dienststelle Gesundheit und Sport des Kantons Luzern deren Kontaktpersonen aufgefordert sich am vergangenen Freitag in der Aula Hofmatt testen zu lassen.

Das Schulhaus Hofmatt 4 in Meggen.

Das Schulhaus Hofmatt 4 in Meggen.

Bild: Roman Hodel
(20. August 2018)

Laut Gesamtschulleiter Urs Kaufmann wurden dazu 330 Familien angeschrieben: «Es handelte sich ganz klar um einen freiwilligen Test, gezwungen wurde niemand. Es gab auch die Möglichkeit, den Test privat zu machen. Gekommen sind 250 Personen.»

Schoggistängeli als Trostpflaster

«Es waren Kinder, Teenager und Begleitpersonen, die zum Nasenabstrich kamen», sagt Urs Kaufmann und fügt an: «Zwei Personen wurden dann positiv getestet und direkt zum PCR-Test geschickt.» Der ganze Vorgang sei in ruhiger unaufgeregter Atmosphäre vonstattengegangen. Die Testwilligen sind gestaffelt zum Nasenabstrich zur Turnhalle gekommen. Als Trostpflästerli habe es dann noch ein Schoggistängeli und einen Drink gegeben.

Im Kanton Zug werden die Schülerinnen und Schüler ab Mitte Februar routinemässig mit Speicheltests auf Corona getestet. Ob auch der Kanton Luzern solche regelmässigen Präventivtests einführen wird, ist noch offen. Was Meggen betrifft, so sagt Urs Kaufmann: «Wir halten uns an die Vorgaben des Kantons. Mitbestimmen können wir lediglich im Rahmen der Durchführung von Anordnungen.» Kaufmann gibt auch zu bedenken, dass solche Speicheltests nicht gratis sind. Bei 630 Megger Schülerinnen und Schüler und etwa 25 Franken pro Test würde eine einzige Testaktion schon mit 15'750 Franken zu Buche schlagen. Das seien immense Kosten, und könnten nicht einfach so von den Gemeinden bezahlt werden.

Polizei dementiert Anzeigen von Eltern im Maihof

Der grossflächige Test an der Megger Schule war der zweite dieser Art im Kanton Luzern. Der erste Test bei 450 Schülerinnen und Schülern im Stadtluzerner Schulhaus Maihof sorgte für viel Kritik. Im Netz kursieren Gerüchte, wonach Eltern im Maihof Anzeige erstattet hätten. Gemäss Auskunft der Luzerner Polizei sind aber diesbezüglich keine Anzeigen eingegangen. In Meggen habe es derweil kaum Opposition gegeben, sagt Urs Kaufmann. Das hat wohl auch mit der Kommunikation zu tun. Im Maihof waren sämtliche Kinder mittels kantonaler Verfügung aufs Schulareal beordert worden – notabene ohne Begleitung der Eltern. In Meggen hingegen wurde von Anfang an betont, dass kein Test-Zwang bestehe und die Kinder in Begleitung kommen sollen.