Coronavirus
Luzerner Stadtparlament fordert: Öffnet das Hallenbad wenigstens für Kinder!

Das Hallenbad Allmend bleibt mindestens bis 22. März geschlossen. Dies zum Ärger von Stadt-Politikern. Sie verweisen auf kreative Lösungen aus anderen Städten.

Robert Knobel
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Solche Bilder sind bis auf weiteres nicht mehr zu sehen: Eindrücke aus dem Hallenbad Allmend in Luzern.

Solche Bilder sind bis auf weiteres nicht mehr zu sehen: Eindrücke aus dem Hallenbad Allmend in Luzern.

Archivbild: Nadia Schärli

Wer in Luzern schwimmen will, wird enttäuscht. Auf der Website des Hallenbads Luzern steht: «Leider sind die ersehnten Lockerungen ausgeblieben. Der erste Lockerungsschritt erlaubt es uns nicht, die Anlagen zu einem betriebswirtschaftlich sinnvollen Verhältnis für die Öffentlichkeit zu öffnen.» Frühestens am 22. März kann man in der Allmend wieder seine Längen ziehen.

Andere Hallenbäder haben trotzdem geöffnet

Das Luzerner Hallenbad verweist also auf den Bund, der eine Wiedereröffnung nicht erlaube. Doch andere Bäder haben durchaus geöffnet. Zum Beispiel in Uster ZH. Dort dürfen schon seit Januar Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren das Hallenbad besuchen. Erwachsene müssen hingegen draussen bleiben.

Eine ähnliche Lösung wünscht sich das Luzerner Stadtparlament auch für Luzern. Es hat mit grosser Mehrheit ein dringliches Postulat der CVP überwiesen. Dieses fordert, wichtige Freizeitangebote wie Hallenbad oder Eisfeld zumindest für Jugendliche wieder zu öffnen. Roger Sonderegger (CVP) sagte dazu:

«Schwimmen ist nicht einfach nur Plausch. Schwimmen bedeutet auch Sicherheit.»

Es sei problematisch, dass Kinder und Jugendliche schon seit längerem keinen Schwimmunterricht mehr haben und auch in ihrer Freizeit kein Schwimmbad besuchen können, so Sonderegger.

Es gibt gar kein Wasser in den Schwimmbecken

Das Postulat der CVP fordert den Stadtrat auf, sich für eine baldige Öffnung des Hallenbads für Kinder einzusetzen. Allerdings kann dies der Stadtrat nicht selber entscheiden, da das Hallenbad zwar im Besitz der Stadt, aber doch eine eigenständige Firma ist. Dies im Gegensatz zum oben erwähnten Hallenbad Uster, dessen finanzielle Verantwortung vollständig in den Händen der Stadt Uster liegt. Der Luzerner Stadtrat weist zudem darauf hin, dass sich in den Schwimmbecken in der Allmend im Moment gar kein Wasser befindet. Eine Wiedereröffnung nur für Kinder wäre daher ökonomisch – und auch ökologisch – nicht sinnvoll.