Coronavirus
Speicheltests für Kinder? Das sagt der Luzerner Kantonsarzt

Sobald Speichel-Schnelltests erhältlich sind, sollen diese auch an Luzerner Schulen zur Anwendung kommen. Zudem werden präventive Massentests wie im Kanton Zug diskutiert.

Robert Knobel
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Immer häufiger werden im Zusammenhang mit dem mutierten Virus ganze Schulen getestet. Im Bild: Kinder in einem mobilen Testzentrum in einer Turnhalle im Kanton Aargau Anfang Februar.

Immer häufiger werden im Zusammenhang mit dem mutierten Virus ganze Schulen getestet. Im Bild: Kinder in einem mobilen Testzentrum in einer Turnhalle im Kanton Aargau Anfang Februar.

Britta Gut

Im Kanton Zug müssen sich alle Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren auf eine Neuerung gefasst machen: Ab Mitte Februar werden sie alle zweimal wöchentlich auf Corona getestet. Zu den Tests antraben müssen alle ‒ unabhängig von allfälligen Symptomen. Immerhin: Allzu unangenehm wird dies für die Jugendlichen nicht werden. Angewendet werden nämlich die sogenannten Speicheltests.

Wenns schnell gehen muss, braucht es den Nasenabstrich

Diese Testart geriet in Luzern im Zusammenhang mit dem Massentest im Schulhaus Maihof in den Fokus. Weshalb wurden dort keine Speicheltests gemacht? Das fragten sich besorgte Eltern, nachdem ihre Kinder den unangenehmen Nasen-/Rachenabstrich über sich ergehen lassen mussten. Der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall verteidigte damals die Methode: Da man im Schulhaus Maihof rasch Resultate brauchte, entschied man sich für herkömmliche Schnelltests. Die Speicheltests hingegen seien PCR-Tests, die jeweils im Labor ausgewertet werden müssen.

«Für präventive Tests wie sie im Kanton Zug geplant sind, eignen sich diese Speicheltests durchaus», sagt Roger Harstall. Ob auch Luzern bald solche regelmässige Präventivtests an Schulen durchführen wird, ist noch offen. Das werde zurzeit diskutiert, so Harstall.

Wann kommen die Speichel-Schnelltests?

Vorerst gilt in Luzern die Devise: Gross angelegte Tests an Schulen gibt es derzeit nur, wenn Fälle der hoch ansteckenden Mutation auftreten - neben dem Schulhaus Maihof war dies letzte Woche auch in Meggen der Fall. Und bei diesen Testaktionen wird vorerst weiterhin auf Schnelltests mit Nasenabstrich gesetzt. Denn: Weil hier der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle spielt, würden Schnelltests mehr Sinn machen, sagt Roger Harstall. «Diese liefern innert 15 bis 20 Minuten ein Resultat vor Ort, was uns erlaubt, innert kurzer Zeit einen Überblick über die epidemiologische Situation in einer Schule zu gewinnen und zeitnah die notwendigen Massnahmen einzuleiten». Roger Harstall betont: Sobald in der Schweiz auch validierte Speichel-Schnelltests verfügbar sind, so werde man diese selbstverständlich auch an den Luzerner Schulen anwenden.