CVP bringt Ludwig Peyer ins Spiel als Ständeratskandidaten

Die CVP Willisau schlägt den 54-jährigen Ludwig Peyer für den frei werdenden Ständeratssitz vor. Er ist nicht der einzige: Bereits drei weitere Luzerner CVP-Politiker liebäugeln mit diesem Amt.

Chiara Zgraggen
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Er möchte in den Ständerat: Ludwig Peyer. (Bild: PD)

Er möchte in den Ständerat: Ludwig Peyer. (Bild: PD)

Er steigt ins Rennen um den Sitz im Stöckli: Ludwig Peyer. Der 54-jährige Willisauer Kantonsrat und Jurist stellt sich im Herbst 2019 zur Wahl für die Kleine Kammer. Dies teilte die CVP Willisau mit. Am 12. November soll er an der Versammlung der Ortspartei offiziell nominiert werden.

Ludwig Peyer sagt zu seiner Kandidatur: «Von einem Ständerat wird erwartet, dass er grosse politische Zusammenhänge frühzeitig erkennt, die Anliegen eines Kantons mit Stadt und Land gesamtheitlich vertreten kann, politischen Gestaltungswillen zeigt und eine überparteiliche Akzeptanz findet.» Er fügt an: «Ich glaube, das nötige Rüstzeug zu besitzen, das anspruchsvolle Amt in diesem Sinne auszuüben. Trotzdem habe ich allerhöchsten Respekt vor der Aufgabe, denn der abtretende Ständerat Konrad Graber hat die Messlatte sehr hoch gesetzt.»

Peyer ist nicht der einzige Luzerner Christdemokrat, der gerne im Ständerat politisieren würde. Auch Andrea Gmür-Schönenberger (Nationalrätin), Yvonne Hunkeler (Vizepräsidentin CVP Kanton Luzern und Kantonsrätin) sowie Leo Müller (Nationalrat) haben ihre Kandidatur bereits angekündigt.

Die 54-jährige Nationalrätin Andrea Gmür-Schönenberger ist Präsidentin der CVP der Stadt Luzern. In die Grosse Kammer gewählt wurde sie 2015. Zuvor politisierte sie während acht Jahren im Kantonsrat. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)
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Der 54-jährige Willisauer Ludwig Peyer ist seit 2012 Fraktionschef der CVP im Kantonsrat, wo er seit 2006 politisiert. Peyer ist Geschäftsführer des Verbands der Luzerner Gemeinden. Er stellt sich ebenfalls zur Wahl, wie er am 2. November 2018 bekannt gab. (Bild: PD)
Die 51-jährige Yvonne Hunkeler ist Vizepräsidentin der CVP des Kantons Luzern und wohnt in Grosswangen. Im Kantonsrat präsidiert sie die Aufsichts- und Kontrollkommission. Zudem ist Hunkeler Verwaltungsratspräsidentin der Verkehrsbetriebe Luzern und der Basler Verkehrs-Betriebe. (Bild: PD)
Der 60-jährige Leo Müller wurde 2011 in den Nationalrat gewählt. Der Ruswiler war zuvor zwölf Jahre Mitglied des Kantonsrats, den er 2011 präsidierte. Ende August trat er nach zehn Jahren als Gemeindepräsident von Ruswil zurück. (Bild: Pius Amrein)

Die 54-jährige Nationalrätin Andrea Gmür-Schönenberger ist Präsidentin der CVP der Stadt Luzern. In die Grosse Kammer gewählt wurde sie 2015. Zuvor politisierte sie während acht Jahren im Kantonsrat. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Er ist ein «politischer Generalist»

Ludwig Peyer ist Geschäftsführer des Verbands der Luzerner Gemeinden. Seit 2006 gehört er dem Kantonsrat an, seit 2012 ist er Fraktionschef. Im Parlament sitzt er in der Justiz- und Sicherheitskommission. Zuvor war er in der Gesundheits- und Sozialkommission sowie in der Bildungskommission tätig. Für Peyer Grund genug, sich selbst als «politischen Generalisten» zu bezeichnen. 

Der Luzerner CVP-Sitz im Ständerat ist heiss begehrt

Nach Nationalrätin Andrea Gmür aspirieren auch Ratskollege Leo Müller und Parteivizepräsidentin Yvonne Hunkeler auf den Sitz des abtretenden Luzerner Ständeherrs Konrad Graber. Ein weiteres prominentes CVP-Mitglied überlegt sich eine Kandidatur ebenfalls – und ein SVP-Mann.
Lukas Nussbaumer