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CVP-Chef: «Parteilose haben in der Regierung eigentlich nichts zu suchen»

Die Luzerner Parteipräsidenten von CVP, SVP und FDP gaben am Freitag an einem Podium einen Einblick in ihre Wahlkampfstrategie. Einer fiel dabei nicht nur mit einer halboffiziellen Ankündigung auf.
Alexander von Däniken
Stellten sich im Casino Luzern den Fragen von LZ-Chefredaktor Jérôme Martinu (von links): Christian Ineichen (CVP), Angela Lüthold (SVP) und Markus Zenklusen (FDP).(Bild: Corinne Glanzmann; 25. Mai 2018)

Stellten sich im Casino Luzern den Fragen von LZ-Chefredaktor Jérôme Martinu (von links): Christian Ineichen (CVP), Angela Lüthold (SVP) und Markus Zenklusen (FDP).
(Bild: Corinne Glanzmann; 25. Mai 2018)

Dort, wo Glück und Taktik über Sieg und Niederlage entscheiden, gaben am Freitag Mittag die Präsidenten der drei bürgerlichen Luzerner Kantonalparteien Einschätzungen über ihre Strategie im Wahlkampf: Christian Ineichen (CVP), Angela Lüthold (SVP) und Markus Zenklusen (FDP) sprachen im Casino Luzern über die Wahlen im nächsten Jahr. Die Männer sind gleichzeitig Wahlkampfleiter, Lüthold stellvertretende Wahlkampfleiterin. Zum «Mai-Brunch» geladen hatte das Info-Forum Freies Unternehmertum, ein Netzwerk von und für Zentralschweizer Unternehmer. Moderiert wurde das Gespräch vor rund 40 Interessierten von Jérôme Martinu, Chefredaktor unserer Zeitung.

Besonders der Marbacher Christian Ineichen nahm kein Blatt vor den Mund. Auf die Frage, ob die CVP bei den Regierungsratswahlen den SP-Kandidaten unterstütze, sagte der Christdemokrat: «Parteilose haben im Regierungsrat eigentlich nichts zu suchen.»

Guido Grafs Wiederantritt wird CVP «bald bestätigen»

Damit zielte er auf Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. Ineichen falle auf, dass auch auf Gemeindeebene Parteilose besonders die lukrativen Sitze anstrebten – «und damit oft Erfolg haben». Die CVP werde eine Zusammenarbeit mit der SP diskutieren. «Das heisst aber nicht, dass wir Marcel Schwerzmann partout nicht unterstützen», fügte er an.

Noch ist nicht bestätigt, ob beide amtierenden CVP-Regierungsräte wieder antreten werden. Erst Bildungsvorsteher Reto Wyss sagte zu. Über Regierungspräsident Guido Grafs Zukunft gab Ineichen gestern indirekt eine Antwort: «Wir werden mit beiden Bisherigen kommen, das wird sich wohl bald bestätigen.»

Markus Zenklusen nahm derweil zum erklärten Ziel der FDP-Geschäftsleitung Stellung, mit zwei Kandidaten antreten zu wollen: «Das kann man als Angriff auf den Sitz von Marcel Schwerzmann sehen. Man kann es aber auch als legitimen Versuch sehen, neben dem bisherigen auch einen zweiten Sitz erobern zu wollen – unabhängig von der Partei.» Eine Regierungsratswahl sei auch eine Kopfwahl.

Je mehr Köpfe kandidieren, desto besser: Darin waren sich alle einig. Dass die SP mit Jörg Meyer einen Mann portieren will, kam für SVP-Präsidentin Angela Lüthold zwar überraschend. «Aber es stört mich als Frau nicht. Die Qualifikation ist entscheidend.» Für CVP-Chef Ineichen war indes klar: «Hätte die SP vor knapp vier Jahren eine andere Person portiert, wäre die Partei jetzt nicht in der Opposition.»

Auch ohne Opposition gäbe es in Fragen wie den Kantonsfinanzen nicht immer Einigkeit. Während Angela Lüthold die Haltung der SVP bestärkte, die geplanten Mehreinnahmen bei der Steuergesetzrevision zu bekämpfen, gaben sich Ineichen und Zenklusen kompromissbereiter. Darum war es keine Überraschung, zeigten die Parteichefs zur Frage eines bürgerlichen Schulterschlusses bei den Wahlen ihr «Pokerface».

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