Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

CVP des Kantons Luzern will am linken Flügel punkten

Gesundheit, Arbeitnehmer und Ökologie: Mit der Wiederbelebung der christlichsozialen Vereinigungen will die CVP auch im Kanton Luzern soziale Themen besetzen.
Urs-Ueli Schorno
Will in Luzern eine kantonale Christlichsoziale Vereinigung gründen: Karin Stadelmann, Vize-Präsidentin der CVP Kanton Luzern. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 1. Mai 2016))

Will in Luzern eine kantonale Christlichsoziale Vereinigung gründen: Karin Stadelmann, Vize-Präsidentin der CVP Kanton Luzern. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 1. Mai 2016))

Die Vereinigungen der CVP heissen CVP Frauen, CVP 60+, Junge CVP sowie Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft (AWG). Im Kanton Luzern gibt es zudem noch die Landwirtschaftskommission (LWK) und die Christlich demokratischen Kosovaren (CdK). Nun soll am 20. November eine neue hinzukommen: Als zweite Kantonalpartei lanciert die CVP Luzern eine kantonale Christlichsoziale Vereinigung (CSV).

«Die CSV wird sich den Themenschwerpunkten Arbeitswelt, Gesundheit, Gesellschaft und Familie, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Bildung und Kultur verstärkt zuwenden», sagt Karin Stadelmann, Vize-Präsidentin der CVP Luzern. Zusammen mit Roger Zurbriggen (CVP Neuenkirch) bildet sie das Kernteam, das die Gründung vorantreibt. «Unser Ziel ist es, diejenigen Personen anzusprechen, denen soziale und ökologische Themen ebenfalls wichtig sind», sagt Stadelmann weiter. Das könnten CVP-Mitglieder sein – aber, wie bei anderen Vereinigungen auch – Personen, «welche keiner Partei-Couleur angehören und bei denen die Themen und ein Engagement dafür im Vordergrund stehen». Mit der Gründung der neuen Vereinigung soll die Partei laut Stadelmann in ihrer Vielfalt gestärkt werden. Die CSV stelle dazu nun ein weiteres Netzwerk bereit. «Wenn so auch Wählerinnen und Wähler dazu gewonnen werden können, freut uns das.»

Die interne und externe CSP

Im Frühling wurde die CSV auf nationaler Ebene gegründet. CSV? Da war doch schon mal was: Genau genommen handelt es sich nämlich um die Wiederbelebung einer alten Idee. Die erste christlichsoziale Organisation entstand in St. Gallen am 29. Januar 1899. In vielen Kantonen entstanden aus der CSV eigene Parteien, die eng mit den Gewerkschaften zusammenwirkten.

Die CSV Schweiz gilt als eine der Wurzeln, aus denen sich 1970 die schweizerische CVP bildete. Im Prinzip entspricht die CSV der Christlichsozialen Partei (CSP), die in verschiedenen Kantonen parallel zur CVP eine Art eigene Markenorganisation ist. Daneben gibt es aber auch CSP-Organisationen, die sich von der CVP losgelöst haben und auch nicht daran denken, zur früheren Mutterpartei zurückzukehren. Vorläufig wenigstens nicht.

Ob sich das mit dem Effort der Partei, sich Themen auf die Fahne zu schreiben, die bisher vor allem linke und grüne Parteien besetzen, erreichen lässt, wird sich in den kommenden Jahren weisen. Man habe bewusst die Rechtsform «Vereinigung» gewählt, «um klar nach aussen zu kommunizieren, dass es sich nicht um eine neue Partei handelt», betont Stadelmann.

CSV als Vertretung der «bürgerlichen Mitte»

Für Stadelmann ist übrigens die Aussage nicht ganz richtig, dass die CSV vor allem den linken Flügel der Partei ansprechen wolle: «Die CSV will die sozialen Wurzeln der CVP Kanton Luzern wieder stärken, sie versteht sich als soziale Vertretung der bürgerlichen Mitte. Sie spricht diejenigen an, welche sich beispielsweise für Themen wie gute Arbeitsbedingungen oder die Work-Life-Balance einsetzen wollen».

Man sei nun daran, die Gründung der CSV für den ganzen Kanton Luzern als Vereinigung umzusetzen. Die GV findet am 20. November statt. Anlässlich dieser wird der Vorstand vorgestellt, das Jahresprogramm präsentiert und Personen, die mitmachen oder mitarbeiten wollen über weitere Schritte informiert. Ferner wird auch Stefan Müller Altermatt, Nationalrat und Präsident der CSV Schweiz die nationalen Sichtweisen einbringen.

Über weitere Personalien will Karin Stadelmann erst an der Gründungsversammlung informieren. Sie verrät nur so viel: «Der designierte Vorstand repräsentiert bereits eine Vielfalt: Wir haben jüngere und erfahrene Personen, Personen aus ländlicheren Gebieten und solche aus der Agglomeration oder der Stadt dabei.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.