CVP verteidigt Gemeinderatssitz in Triengen – neu gibt es eine Frauenmehrheit in der Exekutive

CVP-Kandidatin Carmen Kaufmann macht im zweiten Wahlgang das Rennen gegen Erich Hodel von der SVP. Kaufmann wird wohl das Finanzressort übernehmen.

Dominik Weingartner
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Carmen Kaufmann ist neu im Trienger Gemeinderat.

Carmen Kaufmann ist neu im Trienger Gemeinderat.

Bild:PD

Der Trienger Gemeinderat ist komplett: Im zweiten Wahlgang setzte sich Carmen Kaufmann (CVP) mit 505 Stimmen beziehungsweise 58,4 Prozent gegen Erich Hodel (SVP) durch, der 345 Stimmen machte. Nachdem im ersten Wahlgang nur vier Kandidaten für den fünfköpfigen Gemeinderat angetreten sind, ist es am Sonntag zum Duell zwischen zwei politischen Quereinsteigern gekommen – mit dem besseren Ausgang für die 58-jährige Carmen Kaufmann.

Auf Anfrage zeigt sie sich «extrem erfreut» über den Wahlausgang. «Bis zuletzt war ich unsicher, wie es ausgehen wird», sagt sie. Sie bedanke sich bei der «CVP und der Bevölkerung für die Unterstützung und das Vertrauen», so Kaufmann. Auf der anderen Seite ist die Enttäuschung beim 61-jährigen Erich Hodel gross. Auch wenn er sagt: «Weil die FDP die CVP-Kandidatin unterstützt hat, waren meine Chancen von Anfang an nicht so gross.» Dies sei ein «sehr grosser Faktor» gewesen.

Gemeinderat Triengen: Zweiter Wahlgang

*
bisher im Amt.
gewählt
Carmen Kaufmann
Carmen Kaufmann *
CVP
505
Verfügbare Sitze: 1
Erich Hodel
Erich Hodel
SVP
345

Sitzverteilung bleibt gleich

Kaufmann führt ihren Wahlerfolg auf ihre Bekanntheit im Dorf zurück. Zudem hätten «das virtuelle Wahlpodium und die Präsenz auf dem Chäsiplatz für Fragen aus der Bevölkerung die Wählerschaft dazu animiert, für mich zu stimmen». Auch habe geholfen, dass sie schon «sehr viel mit Finanzen und Personalführung» zu tun gehabt habe. Kaufmann war während 28 Jahren als Geschäftsführerin für die Buchhaltung und die Finanzen eines international tätigen Dekorationshandels verantwortlich. Geplant ist, dass sie das Finanzressort vom abtretenden René Kaufmann übernimmt.

Hodel sagt, dass er im Dorf vielleicht nicht so bekannt sei, weil er als Linienpilot sein «ganzes Arbeitsleben im Ausland» verbracht habe. Er macht sich weiter Sorgen um die tiefe Wahlbeteiligung von 32,7 Prozent. «Es ist schade, dass es offenbar zwei Dritteln der Trienger egal ist, was im Gemeinderat läuft.» Hodel wird der Trienger Politik trotz der Nichtwahl erhalten bleiben, nämlich als Mitglied der Bürgerrechtskommission.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat bleibt die nächsten vier Jahre gleich wie in der vergangenen Legislatur, aber es gibt eine Frauenmehrheit. Gewählt sind: René Buob (FDP, Gemeindepräsident, bisher), Isabelle Kunz (SVP, bisher), Annamaria Muff-Ricci (FDP, bisher), Daniel Schmid (CVP, bisher) und Carmen Kaufmann (CVP, neu).