CVP will bei Luzerner Stadtratswahlen erneut auch GLP unterstützen

Die CVP will im zweiten Wahlgang der Luzerner Stadtratswahlen neben ihrer bisherigen Mandatsträgerin Franziska Bitzi erneut auch die bisherige GLP-Stadträtin Manuela Jost unterstützen. Die GLP setzt im Gegenzug neben Jost auch Bitzi auf die Liste.

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Die Stadtratskandidatinnen Franziska Bitzi Staub (CVP, bisher, links) und Manuela Jost (GLP, bisher) an der Podiumsdiskussion im Auditorium der Luzerner Zeitung zu den Stadtratswahlen Luzern.

Die Stadtratskandidatinnen Franziska Bitzi Staub (CVP, bisher, links) und Manuela Jost (GLP, bisher) an der Podiumsdiskussion im Auditorium der Luzerner Zeitung zu den Stadtratswahlen Luzern.

Bild : Philipp Schmidli, Luzern, 3. März 2020

(sda/zim/stp) Die Parteileitung der CVP Stadt Luzern trat auf digitalem Weg mit diesem Vorschlag vor ihr Parteikomitee, wie sie am Donnerstag mitteilte. Dieses habe ihn einstimmig abgesegnet, worauf die Parteibasis informiert worden sei. Auch diese unterstütze die erneute Nominierung der beiden bisherigen Stadträtinnen. Präsidentin der CVP Stadt Luzern Karin Stadelmann sagt dazu: «Wir wollen eine starke, ausgewogenen Konkordanz im Stadtrat.»

Im ersten Wahlgang hatte die GLP irrtümlicherweise anders als vereinbart nur ihre eigene Kandidatin Manuela Jost auf die Liste gesetzt. Das kantonale Justiz- und Sicherheitsdepartement lehnte es aber ab, dass die GLP die Liste mit den drei vergessenen Namen ergänzen darf. Dies soll nun anders werden, sagt Stadelmann: «Die GLP wird dieses Mal unsere Kandidatin auch auf die Liste setzen.»

Die GLP ihrerseits hat wie erwartet Manuela Jost für den zweiten Wahlgang  nominiert. Neben Manuela Jost unterstützt die GLP auch Franziska Bitzi Staub, wie die Partei am Donnerstag mitteilte. «Wir wollen einen Stadtrat mit starker Mitte, in dem grüne und liberale Anliegen gleichermassen gut vertreten sind. Daran halten wir auch im zweiten Wahlgang fest», begründet GLP-Präsident Marcel Dürr in der Mitteilung den Entscheid.

Die beiden Frauen in der Stadtregierung blieben im ersten Wahlgang unter dem absoluten Mehr. Sie wurden bedrängt von der neuen Judith Dörflinger. Die Sozialdemokratin tritt im zweiten Wahlgang ebenfalls wieder an. Die SP hat sich das Ziel gesetzt, einen zweiten Sitz in der Regierung zu holen und dort für eine linke Mehrheit zu sorgen. Die SVP hat den Kampf um den Stadtratssitz aufgegeben.

Der zweite Wahlgang der Luzerner Kommunalwahlen findet am 28. Juni statt. Eingabefrist für die Wahlvorschläge ist am 30. April.