Cybermobbing: Immer mehr Fälle

Drohungen und Beleidigungen übers Internet in Luzern häufen sich. Nicht nur die Opfer, sondern auch die Behörden scheinen machtlos.

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WhatsApp: Mit dieser Anwendung können zwei Personen sich spielend leicht Foto-, Kontakt-, Video- und Audiodateien austauschen. (Symbolbild Neue LZ)

WhatsApp: Mit dieser Anwendung können zwei Personen sich spielend leicht Foto-, Kontakt-, Video- und Audiodateien austauschen. (Symbolbild Neue LZ)

Facebook, WhatsApp und andere Socialmedia-Plattformen sind der Hauptgrund dafür, dass Mobbing-Attacken übers Internet massiv zugenommen haben. «Solche Plattformen verschärfen das Problem deutlich», sagt der Medienpsychologe Stefan Caduff. Besonders in den Schulen ist das Thema Cybermobbing präsent. Übers Internet sei es heute möglich, einen Mitschüler praktisch 24 Stunden am Tag «kontinuierlich zu drangsalieren», so Caduff.

Mehrere Fälle in Luzern

Dass Cybermobbing mittlerweile zum Alltag an den Schulen gehört, sagt auch Ruth Enz, Leiterin des Schulpsychologischen Dienstes der Stadt Luzern. «Solche Fälle kennen fast alle unsere Schulleitungen.» Die von unserer Zeitung angefragten Schulleiter bestätigten dies.

So kam es in der jüngeren Vergangenheit etwa in den Luzerner Schulhäusern Hubelmatt und Staffeln zu Cybermobbing-Fällen. Meinrad Leffin, Leiter der Schule Hubelmatt, spricht von rund zwei Fällen pro Semester. «Die Dunkelziffer dürfte einiges grösser sein.» Auch die Luzerner Jugendanwaltschaft hatte in der Vergangenheit mit Cybermobbing-Fällen zu tun.

Auch Lehrer unter den Opfern

Auffallend ist, dass sich die Attacken übers Internet nicht nur an Schülerinnen und Schüler, sondern auch an Lehrpersonen richten. «Diese Fälle häufen sich», stellt Psychologin Ruth Enz fest. Viele Schüler erlebten im Netz ein falsches Gefühl des Schutzes und der Anonymität.

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.